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Full text of "Uebersicht der Erzdiöcese Köln"

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Harvard College 
Library 



FROM THE BEQUEST OF 

JOHN HARVEY TREAT 

OF LAWRENCE, MASS. 
CLASS OF M62 



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UEBERSICHT 



4c^ 



Erzdiöcese Köln 



för ilas Jahr i8^5. 




KölB, ^sedrucU bei Th. F. Thiriart iSaS. 

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HAHVARto COLtE^E UB^RY 

TREAT FUND 






t. 



Einleitung »^. .% i. 

Päbstlichc Bulle : De salute animarum 5. 

Königliche Sanctiou derselben 44* 

Eintheilung der Erzdiöccse 4^. 

Namens-Verzclchuifs - des erzbischöfliclieii Domkapitels 

und sonstiger Behörden. /. 49* 

Alphabetisches Verzeichnifs sämmtlicher Pfarren der Erz- 

diöcese , mit Angabe der Pfarrer , des Cantons oder 

Dekanats , der' R6'gierungs-Bezirke tu^ landräthli- 

chen Kreise 5i. 

Erzbischöfliche Verordnungen 92. 

I.) Rundschreiben , die Besitzergreifung betreiFend. . 9a. 

2.) Desgl. die Ernennung des General-Vicars betr. • . 93. 

3.) Hirtenbrief. . .f %% 94. 

4) Verfügung, betreffend die Form der Eingaben 
an die Erzbischöfliche Behörde ...106 

5.) Circular wegen unrcchtmäfsig Erhobenen Tauf- 
Gebühren 108. 

6.) Desgleichen w^gen der Feier von abgescha£ften 
Festtagen « * 109» 

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Obcrbn^ts, durch Allerhöchste Cabmetsorore Tom 
a3. August i8ai, (B) Ihre Yollkommene Sanktion, 
womach nun die in der Bolle roi^eschriebe- 
nen geistlidien Insätaüonen in's Leben getre- 
ten sind. 

Die Wiedei^eburt des ErzbisthUms Köln 
erschien endlich, wie die erwärmende Sonne ans 
der Finstemils, und erleachtete den Rheinischen 
Hoiizont; durch die Besetzung des so lange eiie- 
digten erzbischöflichen Stuhls. Zu dieser erhabe- 
nen Würde erkor unser allgeliebtester König 
den erlauchten Herrn Ferdinand August 
von Spiegel, Grafen zum Desenberg und 
Canstein, Domprälaten zu Münster^ dessen Er- 
nennung , und am 24 ^lärz dieses Jahres Statt 
gefundener Verwaltungs-Antritt, am 20. Mai ver- 
kündigt wurde. 

Am 26. des nämlichen Monats verrichtete der 
neue Erzbischof die feierliche Einsetzung des 
Metropolitan-Kapitels und am 11. des folgenden 
lyionats Juni ward die erzbischöfiiche Consecration 
durch den Herrn von Hommer, Bischof zu 
Trier, als Bevollmächtigter des Bischofs vonErm- 
l^nd, und die beiden Herren Assistenten, die 
infultrten Achte von Werden und Homborn , in 

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Aer hiesigeB ]lIaria-Ilimmelfahrts>Kirche, wie auch 
die BesitZ'Ergreifang am näoilichen Tage la der 
Metropole vollzogen. 

Bei dieser merkwürdigen Begebenheit wurden 
die nämlichen Feierlichkeiten und Ceremonicn , 
wie im Jahr 1784 hei der Consecration des Yori- 
gen Erzhischofs Maximilian Franz, beobachtet. 

So ward der Erfolg eines, besondei*s für die 
Rheinlande, so schätzbaren als in jeder Hinsicht 
wohlthätigen Verbands zwischen Regenten und 
Kirche durch die heilsamste Wirklichkeit gekrönt^ 
und die erzbischöflichc Verwaltung erhielt ihre 
gesetzliche Kraft zur allgemeinen Freude aller 
Unterthancn ohne Unterschied , und zur beson- 
dern frommen Erbauung der christ-katholischcn. 
Gläubigen* 

Die Erzdiöcese Köln grenzt gegen Osten 
an das Bisthum Paderborn ; gegen Süden an das 
Bisthum Trier; gegen Westen an das Bisthum 
Lüttich und gegen forden an das Bisthum Mün- 
ster. Ihr Umfang begreift die Regierungs-Bezirke 
Aachen , Köln , Düsseldorf und einen Theil des. 
Bezirks Goblenz. Sie enthält auf dem linkea 
Hheinufer 44 Gantons und auf dem rechten 4 De^ 
^canate. In allem zählt sie 686 Pfarreien.. 

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( k ) 

Die Metropolitan - Kirche ist aus folgenden 
Würden und Stiftsherren gebildet: 

Dem Erzbischof j 

Dem Probst; 

Dem Dechant und Generalvicarj 

Zehn wirklichen Domherren; 

Vier Ehren-Canonici ; 

Acht Vicarien oder Pfründen ; 
Nebst dem Personale der Pfarreien, welches nament« 
lieh hiernächst verzeichnet wird, bestehen Vi- 
carien, Desserventen und Beneficiaten, deren Na- 
men aber erst in der künftigjährigen Uebersicht , 
sammt der katholischen Bevölkerung , mit Zuver- 
sicht angegeben werden können. 



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< 5 ) 
Ä. PAEBSTLICHE BULtE. 



PIUS, Bischof, 

Knecht der Knechte Gottes^ 

zu 
ewigem Gedächtnifs. 

Indem Wir das Heil der Seelen und die Wohl- 
fahrt der katholischen Religion, wie unser aposto- 
lischer Beruf es fordert, eifrig zu Herzen nehmen, 
tr achtel Wii* beständig , Alles zu bereiten , was 
irgend zur geistlichen Führung der Christen taug- 
lich und nützlich ist. In solcher Gesinnung hat- 
ten Wir längst Unsere Gedanken auf jene Gegen- 
den gerichtet , die der Durchlauchtigste Fürst 
Friedrich Wilhelm König von Preufsen der- 
malen beherrschet ; Wir wünschten , mit Hülfe 
Seiner Macht und Freigebigkeit die Angelegen- 
heiten der Religion daselbst auf die bestmöglich- 
ste Weise zu ordnen. 

Denn jener Gegenden jetziger Zustand schweb- 
te Uns vor Augen; und Wir hatten nicht aufge- 
hört, die Unfälle zu beweinen, die aus der all- 
gemeinen Zerrüttung hervorgegangen, jene einst 
so blühenden, so reichen Kirchen von Deutsch- 
land, ihres alten Glanzes und Besitzthums be- 
raubt, und sie in das tiefste Elend herabgestürzt 
hatten, woraus fiir den katholischen Glauben und 
seine Bekenner grofses Unheil entstanden ist 

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( 6 ) 

Da nun di^ Umstände nicht vepgonnete]5i, die- 
se Kirchen der ruhmvonen deutsehen Nation in 
vorigen Glanz hergestellt zu sehen, so haben Wir 
alle Mühe und Fleifs angewandt, Uns wenigstens 
jene Mittel t\i verschaffen , die Wir als nöthig 
oder diensam erachteten, um in jenen Gegenden 
den katholischen Glauben zu erhalten und das 
Seelen-Heil der Christen zu befördern. 

Diesem Unserem Verlangen hat dervorbefobte 
König vonPreufsen sich überaus günstig erwiesen, 
dessen geneigten Willen gegen die zahlreichen, 
seinem Zepter unterworfenen Katholiken , beson- 
ders in den ihm zugetheilten Provinzen am Rhein, 
Wir mit dankbarem Herzen erkennen. So ver- 
mögen wir denn nun endlich Alles zu einem gu- 
ten und heilsamen Ausgang zu leiten , nach Lage 
der Orte und Bequemlichkeit der Inwohnendea 
einen neuen Zustand der Kirchen des Preufsischett 
Reichs, mit neuer Begränzung der Sprengel, ein- 
zurichten, und den einzelnen Stühlen, da, wo e$ 
daran mangelt, würdige und tüchtige Hirten za 
verleihen. 

Derohalben, indem wir als ausdrücklich er- 
wähnt und von Wort zu Wort hier eingeschaltel 
ansehen alles dasjenige, was die Aufhebung, Um- 
wandelung oder Einrichtung der unten uahmhaft 
zu machenden Kiixhen und Kapitel , wie aiMcIa^ 
deren besonderer früheren Rechte und Vorrechte, 
imgleichen die Theilung und Zusammensetzung 
der Sprengel und die Vernichtung jedes früheren. 
MetropoUtanrechts betrifit — ^ indem Wir fenu«: 

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( 7 ) 

durcliatis «ranzen die Zustinunting aller derer, 
ilie irgend zur Sache betheiligt sind — aus siche- 
rer Unserer Erkenntnifs, nach reifer Ueberlcgung, 
aus Fülle apostolischer Gewalt, und in Vorgang 
gänzlicher Aufhebung, Erlöschung und Vernich- 
tung, schon jetzt der bischöflichen Kirche von 
Aachen (deren Domkapitel in ein Kollegiatstift 
"Tcrwandelt werden soll) , wie auch der bischöfli- 
chen Kirche und des Domkapitels zu Corvei, und 
der Abtei Neuzell, dereinst aber (nämlich nach 
dem Abgange des jetzigen Abts, Unsers ehrwür- 
digen Bruders, Joseph von HohenzoUern, Bischofs 
von Ermland) auch der Abtei Ollva — willfah- 
rend dem allgemeinen Wunsche von Deutschland, 
welcher Uns durch die Empfehlung des Königs 
doppelt werth geworden ist — dem allmächtigen 
Gott zur Verherrlichung, und zur Ehre des Haupts 
der Apostel, des heiligen Petrus, setzen Wir hier- 
durch wieder ein in den Rang einer Metropole, 
die , jenem Haupt der Apostel geweihte , Kirche 
zu Köln, die an Glanz und alterthümli eher Wür- 
de keinem andern Stuhle von Deutschland nach- 
gtebt, und verfügen, dafs sie zu ewigen Zeiten 
solcher Ehre geniefsen, und ihr die bischöflichen 
Kirchen von Trier, Münster und Paderborn als 
Suffragane untergeben seyn sollen. 

Die bischöfliche Kirche zu Posen, auf den Na- 
öien der seligen Apostel Petrus und Paulus ge- 
weiht, erheben Wir gleichfalls zum Bange einer 
Metropole. Wir vereinigen sie für beständig mit 
jener andern , dem Namen des seligen Adalbert 

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( 8 ) 

geweihten > gleichfalls erzbischüflichen , Kirche vi^ 
Gnesen^ die durch freiwillige, zu Unseren Hän- 
den geschehene und von Uns genehmigte Entsa- 
gung Unsers ehrwürdigen Bruders Ignaz Razyns- 
ki, ihres letzten Erzbischofs, dermalen erledigt- 
ist Die Obhut; Weide und Verwaltung dieser 
Kirche zu Gnesen übertragen Wir gänzlich Unsjerm 
ehrwürdigen Bruder Timotheus Gonzenski, Bischof 
zu Posen, welchen Wir hierdurch zum Ei*zbischo-> 
fe von Gnesen und Posen bestellen. Wir wollen, 
dafe er für immer Namen und Würde eines Erz- 
bischofs von Gnesen und Posen annehme und füh- 
re. Seinem Mjetropolitanrecht unterordnen Wir 
die bischöfficfte Kirche von Culm. 

Anlangend die bischöflichen Kirchen von Bres- 
lau uhd Ermlaiid; so sind und bleiben dieselben 
TJnserm heiligen Stuhle unmittelbar unterworfen. 

Diesen Erzbischofen und Bischöfen allen ver- 
leihen und bestätigen Wir den vollen Inhalt jener . 
Gerechtsame, Ehren, Vorzüge und Freiheiten, de- . 
ren sich andere Erzbischöfe und Bischöfe jener 
Gegenden rechtmäfsig erfreuen. 

Was anlangt das Kapitel der Metropolitan-Kir- 
che zu Köln, so errichten wir in demselben zwo 
Würden, nämlich die Probstei, welche den Rang 
hat nächst dem Erzbischofe, und zur zweiten. 
Würde dieDechantei, sodann zehn wirkliche und 
vier Ehren-Kanonikate , auch acht Vikarien oder 
Pfründen. 

Das Kapitel der erzbischöflichen Kirche zu. 
Gnesen wird künftig nur aus ciaer Würde beste- 

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■( 9 ) • 
lien, näinlich der probstell i di en , tind aus Kano- 
xiikaten , sechs an der Zahl ; dahingegen bilden 
das Kapitel der anderen erzbischöflichen Kirche 
zu Posen zwo Würden , Probstei und Dechantei , 
acht wirkliche \ind vier Ehren-Kanonikate, auch 
acht Vikarien oder Pfründen. 

Die Kapitel der beiden bischöflichen Kirchen 
von Trier und Paderborn werden ein jedes be- 
stehen aus zwo Würden , nämlich Probstei und 
Dechantei , aus acht wirklichen und vier Ehren- 
Kanonikaten und sechs Vikarien oder Pfründen. 

In der bischöflichen Kirche zu Münster werden 
das Kapitel ausmachen zwo Würden, nämlich als 
Erste die Probstei, und als Andere die Dechan- 
tei, sodann acht wirkliche und vier Ehren-Kano- 
nikate, auch acht Vikarien oder Pfründen. 

Das Kapitel der bischöfli<:hen Kirche zu Kulm 
-wird bestehen aus zwo Würden, Probstei und De- 
chantei , aus acht wirklichen und vier Ehren-Ka- 
nonikaten, auch aus sechs Vikarien oder Pfründen. 

Das Kapitel der bischöflichen Kirche zu Bres- 
lau werden bilden zwo Würden , nämlich die 
Probstei und Dechantei, dann zehn wirkliche Ka- 
nonikate, deren Erstes dieSchulpräbende mit sich 
führt, und seqhs Ehren-Kanonikate , auch acht 
Vikarien oder Pfründen. 

Was endlich angeht das Kapitel der bischöfli- 
chen Kirche von Erraland , so bleibet solches lür 
jetzt in seiner bisherigen Verfassung , jedoch so , 
dafs uns und Uusern Nachfolgern , den Päbsten 

(^) 

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( »o ) 

zu Rom , yorbeliahet» fcy , dasselbe in Zukunft 
nach der Weise anderer Kapitel des Preufsischea 
Reichs umzugestalten. 

Ferner soll in allen den vorgenannten crzbi- 
schöflichen und bischöflichen Kirchen die Seel- 
sorge über die Pfarrgemeinen zwar ein Recht des 
Kapitels sejn ; sie soll jedoch einem y eigens dazu 
bestellten, von dem Erzbischofe^ oder Bischöfe ia 
Vorgang gehöriger Prüfung, nach Vorschrift der 
Kanonischen Satzung bestätigtem Mitgliede anver- 
traut und von demselben mit Hülfe der Vikariea 
ausgeübt wei^den. Auch sollen in jedem der ge- 
dachten Kapitel von dem Erzbischofe oder Bischö- 
fe zwei Chorherren für immer angewiesen werden, 
deren der^ Eine des feeichtvater-Ämtes, der Ande- 
re hingegen des Amies eines Gottesgelehrten, wel- 
cher an bestinimten Tagen dem Volke die heilige 
Schrift erkläret, treulich zu warten hat 

Die Ehren-Kanonici vorgedachter Kapitel sol- 
len zur persönlichen Residenz und Abwartung der 
Chorstunden durchaus nicht verpflichtet , aber 
dennoch berechtigt seyn, an diesen Stunden und 
allen gottesdienstlichen Verrichtungen , gleich den 
wirklichen Kanonicis , Theil zu nehmen. Und 
zur Zier und gröfserem Glänze jener Kirchen be- 
stätigen und nach Unterschied verleihen Wir al- 
len Würden und Kanonicis sich solcher Auszeich- 
nungen zu gebrauchen, als bisher üblich gewesen 
siud. 

Zugleich ermächtigen Wir die vorgenannten 
Domkapit«], so iizt ak künftig, dafs sie zu neuer 

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( I» ) 

und aügemessener Ordnung des Dienstes ihrer 
KLirclien und des täglichen Stundengebets darin, 
a.uch zu heilsamer Leitung ,^ Führung und Ver- 
waltung geistlicher und zeitlicher Angelegenheiten 
uxid Gereehtsame , zu Erfüllung ihrer Obliegen- 
Ixeiten^ zu Einziehung und Vertheilung der tägli- 
chen und übrigen Hebungen und Nutzungen, zu 
Anordnung der Strafen wider solche, so im Got- 
tesdienste säumig sind, zu Aufzeichnung der An- 
wesenden und Abwesenden, zu Haltung der Cc- 
remonien und Gebräuche, und was sonst zu allem 
diesem irgend nützlich und nötliig ist — Satzun- 
gen , Ordnungen, Kapitel und Beschlüsse, ehrba- 
ren und erlaubten Inhalts, so den hejibgen Ka- 
nons, den apostolischen Verordnungen jund den 
Beschlüssen der Versammluno: von Trient nicht 
widersprechen, unter Vorsitz und mit Gütfieifsung 
ihrer Ordinarien , aufrichten , erklären , auslegen, 
in bessere Fassung bringen , abändern , auch de- 
ren ganz neue , so von allen , die es jetzo angeht, 
und dereinst angehen wird, zu beobachten sind ,^ 
abfassen und ausgehen lassen mögen. 

Und nachdem Wir eines jeden Metropolitan- 
und Domslifts-Würden , Kanonikate , Vikarien 
oder Pfründen der Zahl nach, wie vorstehet, fest- 
gestellt, als setzen Wir zu deren jetziger und zu- 
künftiger Einrichtung hierdurch fest , dafs , wer 
immer zu vorgedachten Würden und Kanonikaten 
gelangen will, mit nachstehenden Erfordernissen 
begabt seyn soll 5 nändich : dals er die höheren 
heiligen Weihen empfaqgen, lum mindesten CünC 

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( la ) 

Jahre lan;^ in Jem Haupt- oder Hülfsseelsorger- 
amle, oder iu dem Lehramte der Gotlesgelahrfe- 
heit und des kanonischen Rechtes, oder in eines 
Preufsischen Bischofes Verwaltung gestanden und 
der Kirche mit Nutzen gedient, oder die höchste 
gelehrte Würde in der Gottesgelahrtheit oder in 
dem kanonischen Rechte gehörig erworben haben 
müsse. Dieses letzteren Erfordernisses bindende 
Kralt wird jedoch aus erheblichen Gründen für 
den Verlauf der nächsten zehn Jahre von diesem 
l'age ab noch ausgesetzt. Uebrigens sollen Stand 
und Geburt der Geistlichen in Erlangung d«r 
Würden und Kanonikate von nun an keinen Un- 
terschied des Rechts weiter begründen. Zugleich 
verfügen wir hierdurch, dafs in dem Kathedral- 
Kapitel zu Münster, wie auch zu Breslau, Ein 
Kanonikat auserlesen werde, um von demjenigen^ 
dem es nach der Monate Wechsel gebühret, je 
allezeit einem öircnilicheu Lehrer an den hohen 
Schulen gedachter Städte, der jedoch mit den 
kanonischen Erfordernissen begabt sej, verliehen 
zu werden. Gleichermafsen verordnen Wir, dals 
der jeweilige Probst an der Pfarrkirche der heili- 
gen Hedwig zu Berlin , wie auch der jeweilige 
Landdechant der Grafschaft Glatz , den Ehren- 
Kanonicis der Domkirche zu Breslau sollen zuge- 
zählt werden, also dafs sie durchaus mit den übri- 
gen gleiche Rechte geniefsen, und ihre Stelle und 
Ordnung einnehmen nach dem Alter ihrer Ernen.- 
nung. Ein Jeglicher aber der Ehren-Kanonid 
vorgedachtcr Kirchen insgemein soll aus der Zahl 

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( '3 ) 

der Erzppiesler genommeu seyn — derer, die sicii 
in dci* Seelsorge mit Ehren versucht haben. 

Was aber für jetzo die neue Zusammensetzung 
vorgedachter Kapitel betrifft, welche allerbaldcst 
za bewirken ist, so enheiien Wir unserm , unten 
za benennenden Vollzieher die Gewalt, in einer 
jeden der vorgenannten Kirchen, solche Würden, 
Kanonikate und Vikarien , als wirklich erledigt 
sind , und bis zur Erfüllung vorgedachter Zahl , 
an würdige und geschickte Geistliche , aus beson- 
derer ihm übertragenen apostolischer Macht und 
im Nameu dieses heiligen Stuhls , zu verleihen ; 
dergestalt indefs , dal^ jene, welche durch ihn KU 
Würden und Kanonikaten befördert werden , gte- 
halten seyn sollen ^ innerhalb der nächsten s^echs 
Monate» nuch ihrer Beförderung bei Unserer 
apostolischen Datarie neue Verleihungs - und Be^ 
stätigutigs-Briefe einzuholen und ausfertigen za 
las^n. Und) da sich zutrüge, dafs in einem oder 
andern Metropolitan^ oder Kathedral-Kapilel des 
Preufeisfehtn Reichs, von deki Würden, Kanooicis 
und Yikarieki öder Pflnindnern > rechtmäfsig und 
kanonisch eingesetzt, noch mehr am Leben wä« 
ren, als Unsere oben erwähnte Anzahl feststellet; 
86 ^oU vorgedachter apostolischer Vollzieher, nach 
TOigängiger Ladung und Anhörung der Betheilig- 
ten, durch freiwilligen Verzicht Aller oder Einiger 
voti Hinen , die Sache abthun , vorsorgend , dafs 
durch angelkiessene^ lebenslängliches Jahrgeld, wie 
der duiH^hlauc^tigste Köttig versprochen hat, der« 
•dben Un^rhah |;esichöPt werde. — Wo aber 

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( 14 ) 

solche Verzichtungeo , entweder gar nicht oder 
nicht in genügender Anzahl , zu erhalten \fären , 
sollen alsdann die überzähligen Würden, Kano- 
nici und Vikarien oder Pfründner, welche später 
zum Besitze gelangt sind , falls sie bei ihren Kir- 
chen wohnen, nnd fortfahren woHen, Kapitula- 
ren und Vikarien zu sej n , in dem Genüsse der 
Rechte und Vorzüge, die ihnen dermalen zukom- 
men , nicht gestört werden , und sollen ihre Ein- 
künfte nach dem Maafsstabe, wie jetzt, fortfahren 
zu beziehen. Wenn aber ihre Pfründen , die sie 
jetzt besitzen , dermaleinst , gleichviel auf welche 
Weise , zur Erledigung gelangen : so können sol- 
che keineswegs wieder besetzt, sondern sollen nun 
alsdann für aufgehoben und erloschen angesehen 
und in den unterschiedlichen Kapiteln die oben 
festgesetzte Zahl genau gehalten werden. Wo aber 
in irgend einem Kapitel die Kanonici bisher ge- 
ringere Einkünfte bezogen hätten, als diese Ver- 
ordnung ihren Nachfolgern bestimmt , sollen sie 
keinen Anspruch auf diesen Zuwachs haben , es 
wäre denn, dafs der apostolische Vollzieher ihnen 
einzeln und auscU'ück lieh solche gröis er e Einkünfte 
beigelegt hätte. 

Zukünftig aber , bei sich ereignenden Erledi- 
gungen in den gedachten erzbischöflichen und bi- 
schöflichen Kirchen , auch in der Kirche z« 
Aachen (die, wie schon erwähnt, in ein KoUe- 
giatstift verwandelt werden soll) werden Wir und 
Unsere Nachfolger, die Päbste zu Rom, nicht nur 
die Pi'obstei , welches die erste Würde nächst d«r 

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( i5 ) 

bischöflichen ist, sondern auch die in den Mona- 
ten Januar, März, Mai, Julias, September und 
November zur Erledigung gelangenden Kanonikate 
Tcrleihen, und zwar in derselbigen Art und Wei- 
se, wie bisher zu Breslau geschehen ist. Was 
aber die Dechanteien an gedachten Metropolitan- 
und Kathedral-Kirchen anbelangt, desgleichen die 
Kanonikate, so daselbst und in dem künftigen 
KoUegiatstifte zu .Aachen , in den übrigen Mona- 
ten des Jahrs erledigt werden : so fallen solche 
der Vergebung der betreffenden Ei-zbischöfe und 
Bischöfe anheim. Die Vikar ei en aber oder Pfrün- 
den , in was für einem Monat sie ledig werden 
mögen, überlassen Wir gänzlich zur Verleihung 
der betreffenden Erzbischöfe und Bischöfe; 

Endlich glauben wir der deutschen Nation et- 
was Angenehmes und dem rc^belobten Könige 
Ton Preulsen etwas Wohlgefälliges zu erweisen, 
wenn wir das Recht der Wahlen , welches in den 
überrheinischen Kirchen erhalten und bestätigt , 
in den diesseits Rheins belegenen aber , durch 
apostolische Verfügung vom Jahre 1801 aufser 
Gang gebracht worden ist, in jenen diesseits Rheins 
belegenen Sprengein, die dem Zepter des genann- 
ten Königs im Zeitlichen unterworfen sind, wie- 
der herstellen. Daher verordnen und verfiigen 
Wir, in Ansehung der zu Deutschland gehörigen 
Kirchen von Köln, Trier, Breslau, Paderborn und 
Münster: dafs mit Aufhebung jeder andern bisher 
bestandenen Weise und Gewohnheit, auch jedes 
Unterschiedes von Wahl ^und Postulation, und 

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( iG ) 

des Erfordernisses adeliger Gefcnrt, besagte Kapi- 
tel (sobald sie auf vorerwähnte Weise eingjericb- 
tet und zusammengesetzt seyu werden) aich sol- 
chen Rechts sollen zu erfreuen haben. Ea fioMen 
nämlich bei jeder Erledigung jeder Stühle, es scy 
durch Todesfall extra curiam , oder durch Ab-< 
dankung und Entsagung (mit Ausnahme jedodi 
der jetzigen Erledigungen von Köln und Trier) 
innerhalb der gewöhnlichen Frist von drei Mona- 
ten, die Würden und Kanonici kapitulariscb ver- 
sammelt und mit Beobachtung der kahomschen 
Vorschriften, aus der gesammten Geistlichkeit des^ 
Prcufsischen Reichs sich einen würdigen , und 
mit den kanonischen Erfordernissen begabten Mann 
zu ihrem Vorgesetzten kanonisch zu erwählen, er- 
mächtiget seyn. Bei dergleichen Wahlen aber 
sollen nicht bloFs die wirklichen, sondern aurfi 
die Ehren-Kanonici eine Stimme führen , selbst 
jene , die über die , in dieser Verordnung festge- 
setzte Anzahl , auf ihre Lebzeit in den Kapiteln 
beibehalten werden , sollen nicht davon ausgc-- 
schlössen seyn. 

In Ansehung der Kapitel der bischofliehen 
Kirchen von Ermland und Kulm , und der erz- 
bischöflichen von Gnesen und Posen (die bestan- 
dig vereinigt sind) , enthalten Wir Uns , etwas 
Neues zu verfügen , aufser , dafs die Kapitularen 
von Gnesen und Posen bei der Wahl ihres Erz- 
bischofes gemeinschaftlich verfaliren sollen. Was 
aber die erledigte bischofliclie Kirche von Breslau 
betrifft , so ertheilcn Wir i\i^\\ doimitlcn in ihr 

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( n 1 

ht^Uhenden fijiif Würden, nämlich dem Probste^ 
Decbant, Archidiakon, Scholaster und Cnst0S| wie 
huch den acht residirenden und den sechs Ehren- 
Kanonicis, die gegenwärtig das Kapitel jener Kir- 
che Vorstellen, die besondere Befugnifs, dafs sie 
zur kanonischen Wahl ihres neuen Bischofs , in 
der Art und Weise , wie vorgemeldet ist , äucli 
fiir dieses erstemal vorschreiten können. 

Es soll jedoch über jede solche Wahl eine in 
i>eg1aubigter Form abgefafste Urkunde an Unsern 
heiligen Stuhl eingesendet werden. Wenn dieser 
dann die Wahl fiir kanonisch vollzogen anerken- 
net, und Kraft der Untersuchung, die der römi- 
sche Pabst jederzeit einem Preufsischen Erzbischo- 
fe oder Bischöfe auftragen, und dieser nach Vor-» 
sclirift der Dienstanweisung Unseres Vorfahrs 
Ürbans VIIL seliger Gedächtnifs mit allem Fleifse 
iiihren wird , sich von des Erwählten Tüchtigkeit 
überzeugt : so werden Wir und Unsere Nachfol- 
ger , die Päbste zu Rom , jede solche Wahl , be- 
stehendem Gebrauche gemals , durch apostolische' 
Briefe bestätigen. 

Es soll überdem in jeder erzbischöllichen ünd^ 
bischöflichen Stadt ein geistliches Seminar erhal- 
ten oder neu gegründet werden, damit darin eine 
solehe Anzahl angehender Kleriker unterhalten 
und nach Vorschrift der Beschlüsse von Trient 
unterrichtet und gebildet werden möge, als es 
der Umfang und Bedarf der Sprengel fordern , 
und der Vollzieher dieses gegenwärtigen Briefes 

m 

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( '8 ) 

genau, anordnen wird. Dem Ei'zbLichofc ron-Oll^^ 
sen imd Posen überlassen Wir : ob er in beiden 
Städten ein besonderes oder in der Stadt Posen, 
wo. die Gebäude besser $ind , für beide Sprengel^ 
ein gemeinsames Seminar zu haben vorziehe^ nach 
dem, was zum gröfsereu Wohl der Kirche gerei- 
chet, zu bestimmen. v 

Indem Wir nun , nach vorgängiger Theilung , 
Trennung und Veränderung einiger Oerter und 
Pfarreien , die der Jurisdiction ihrer bisherigen 
Ordinariate entzogen , und den unten namhaft zu 
machenden Sprengein neu hinzugefügt und eiiv 
verleibet wgrjien sollen 5 — geraäls Unserer befslen 
Erkenn|pij^^i|i 4em Herrn, auch nach angehörtem 
Rath l^i^ß5^^ifJ'^HFd'gen Brüder , jener Kardi- 
näle dqrjjjeiligyo^ Kirche zu Rom, die der Ver- 
sammlung von, 4^^ Verbreitung des Glaubens vor- 
stellen , zu neuer Umschreibung der Diözesen 
übergehen: so ordnen, setzen und verfügen Wir, 
dan;iit bei genauer Grenzbestimmung allen Irrun- 
gen in Betreff der Ausübung der geistlichen Jui'is- 
diction vorgebeuget werde, wegen deren Verlhei- 
lang in nachfolgender Weise: 

Der Sprengel der Metropolitan-Kirche von 
Köln soll gebildet werden aus sechshundert und 
achtzig Pfarreien, welche theils am rechten, theils 
am linken Ufer des Rheins belegen sind. Und 
zwar am linken Ufer begreift er alle Pfarreien 
der aufgelösten Diözese Aachen unter sich, die za 
den Regierungsbezirken Köln, Aachen und Düs- 
s«|dpj^*f gtjhürcn ] nämlich neben den Ptarrfion 

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( ^9 ) 

der Städte Köln und Aachen auch dio sogmiaitiir 
ten Kantonp'farreien Bergheimersdorf, Bonn, Brühl, 
Keinen , Lecheni<ih , Lessenich , Lowenich , Me- 
ckenheim , Münstereiflel , Zülpich, Krefeld , Dah- 
len, Dorhaagen, Elsen, Geilenkirchen, Gladbach, 
Neufs, Uerdin^en, Viersen, Burtscheid, Düren, 
Erkelenz, Eschweiler, Gemünd, Heinsberg, Jülich, 
Linnig , Montjoie und Nideggen, sammt ihren 
innerhalb des Pr^ufsischen Reichs und gedachter 
Regierängsbezirke belegenen Hülfspfarreien und 
Nebenkirchen, dergestalt: dafs die aufserhalb des 
Reich^ belegenen Hülfspfarreien und Nebenkircheü 
getrennt , umgekehrt die innerhalb cfesselben be- 
legenen, welche zu ausländis6hen ^Kafiitiähal-Kir- 
chen bisher gehörten » mit inrdtidischtJi'^Kirchen 
dieser Art vereinigt werden 'sollen .' Aiißerdcm 
wird dieser Sprengel in sich fassen* jene; ICauton- 
pfarreien des Bisthums Lüttich, de'ren Verwaltung 
dem Kapitulär^Vikariat zu Aachen vom apostoli- 
schen Stuhle übertragen war, namentlich : Kro- 
nenburg, Eupen, Malmedy, Nieder-Krüchtcn , 
Schleideu, und St. Veith mit ihren eigenen Häl&- 
pfaiTeien und Nebenkirchen auf Preuisischem Ge- 
Inete; wie auch mit den Hülfs- und Nebenkir- 
chen, Namehs Afden, Alsdorf, Merkstein, RoI* 
dac, (Herzogenrath) Ubach und Welz, so derma- 
len zu der , in dem Königreiche der Niederlande 
belegenen Kantonkirche, Namens Herkerad, ge^ 
hören : ferner die in dem Regierungsbezirke Aachen 
belegenen, zum Bisthum Trier gehörigen Pfaftreieti; 
MameiKs ^ AIlendt}rf , Blankenhein^ « DdUendoif > 

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( ao > 

Kollemth, Lominersdorf , Mardenfeld, Marmageni 
Mülheim^ Nettesheim, Reifferscheid « Rescheid ,, 
Rigsdorf, Rohr, Schmittkeim , Schöoberg, Stein- 
feld, Tondorf , Wellhofen und Wildenburg mit 
ihren angehörigen Kirchen. An dem rechten Ufer 
des Rheins hingegen , innerhalb der Regierungs- 
bezirke Köln; Düsseldorf und Koblenz : alle Pfar- 
reien der Regionen Deutz, Düsseldorf^ Essen und 
Siegburg mit allen angehörigen Kirchen , jedoch 
mit Ausnahme der Pfarrei Römershagen , die z^ 
dem Bisthum Paderborn geschlagen werden soU^ 
und der Pi^oreien Hachenburg und Marienstadt, 
die in dem Herzogthume Nassau liegen. 

Der Sprengel dei; bischöflichen Kirchs von. 
Trier , die Wir allem Metropolitan-Einfluss« de» 
Erzbischofs von Mecheln entziehen, und der M&- 
tropoIita^Kirche zu, Köln überweisen , wird in- 
nerhalb der Gränzen d,es Preulsischen Reichs aas 
sechs hundert und vier and drei&ig Pfarreien be^ 
stehen. Nämlich, auf dem linken Uier des Rl^eins 
aus den in dem Regierungs-Bezirke Trier belege- 
nen, welche jetzt ihren. Sprengel bilden; dann 
aber von dem aufgehobenen Bisthum Aachen, in- 
nerhalb, des Koblenzer-R^erungs-Bezirks folgen- 
de : als die Stadt Koblenz und die Kantonal-Kir- 
chen Adenau , Ahrweiler , Andernach , Boppard , 
ICastellaun, Kreuznach, Kaisersesch,, Kirchberg, 
Kirn, Lützerath, Mayen, Münstermayfeld , Nie- 
derzissen, Oberwesel, Pplch, Punderipb , Rema- 
gen, Rüj^enaph, Siinmefnv. §oberjtiMx9 > 5t Gcw«# 
Slrqi^berg^ Treife, lllm^> WaiMlpiri»li und. ZöbÄ, 

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( «I > 

mit ikreiv HüUk-PfaiTelen und Neben-Kircben^. 
Weiter aber aus Hundert und zwei uüd drei£sig , 
theils Kantonal- ^ theils Hülfs-Kirchen , die nach 
der Umschreibung vom Jahre 1801 zum Bisthume 
Metz gehörig, auf Verfügung des apostolischen 
Stuhls dem Kapitular-Vikariat zu Trier einstwei- 
len waren anvertraut worden. Ferner am rech- 
ten Rheinufer alle Kirchen des Preufsischen Ge- 
biets , die vor dem zum Triersdien Sprengel ge- 
hörig, durch Umschreibung vom Jahre 1801 da^ 
von getrennt worden , und dermalen dem aposto- 
lischen Vikar zu Ehrenbreitstein untergeben sind; 
Endlich aus allen den bereits jetzt zum Sprengel 
gehörigen Pfarreien in den angränienden Gebie- 
ten der Fürsten von Koburg, Homburg und Ol- 
denburg belegen. ^ 

Den Sprengel der bischößichen Kirche zu 
Münster , die der Metropole von Köln angehört , 
bilden ihre innerhalb der Gränzen des Preufsi- 
schen Reichs belegenen zwei hundert sieben und 
achtzig Pfarreien sammt mehreren, auf^erhalb die- 
ser Gränzen belegenen , und zu ihrer Diöces ge- 
hörigen, über die Wir Uns und Unsern Nachfol- 
gern, den Päbsten zu Rom, die Macht vorbehal- 
ten in Zukunft^ wie es Uns in dem Herrn Wohl- 
gefallen wird , zu verfugen. Aulser.dem vereini- 
gen Wir. mit ihr die Regionen Recklinghausen , 
Sterkerath imd Rees, sonst zur Kölner Diöces 
gehörige jedoch mit Ausschluls der Pfarrei Oeffelt 
auf Belgischem Staatsgebiet ; sodann von der ge- ^ 
geüwärt||^ a(u%ehobeheni Aachner-Diöeese die Kan- 

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( " ) 

lon-Pfarreien Kaikar , Kleve , Krauenburg , Dftl- 
ken , Geldern, Goch, Kempen, Meurs, Rhein- 
berg, Wankum, Wesel, Xanten mit ihren Hülfs- 
Pfarreien und Neben kirclien, jedoch mit Ausnah- 
me der auf dem Gebiete des Köiiigis der Nieder- 
lande belegenen. Wir fügen ferner hinzu die 
Pfarreien Elten und Emmerich mit ihrer Toch- 
lerkirche, so bisher unter der holländischen Mis- 
sion gestanden, desgleichen die Pfarrei Damme, 
die Wir von der Diöces Osnabrück trennen, und 
die Gemeine zu Oldenburg, die Wir von der 
Nordischen Mission ausscheiden lassen , und wel- 
che zum Gebiete des Herzoges von Oldenburg ge- 
hören. Endlich übergeben Wir dem jetzigen unci 
kunftigeü Bischöfe von Münster zu beständiger 
Leitung und Verwaltung die' fünf Pfarreien Na- 
mens Brechterbeck , Ibbenbuhren , Mettingen , 
Recke und Halverde, die der Verwaltung des 
Weihbischofes von Osnabrück widerruflich anver- 
trauet waren. 

Der Sprengel der bischöflichen Kirche von 
Paderborn, deren Metropole ebenfalls die Kirche 
von Köln ist, behält seinen bisherigen Umfang. 
Mit ihm vereinigen Wir den ganzen Sprengel des 
gegenwärtig aufgehobenen Bisthums Corvey, aus- 
serdem aber noch von dem überrheiuischen Ge- 
biet der vormaligen Erz-EHÖces Köln : die Deka^ 
nate Meschede , Altendorn , Brilon , Wormbach , 
Medebach und Wattenscheid, mit ihren Pfarr- 
und Töchterkirchen, ferner das Kommissariat 
Haaren und die Dekanate Rietberg und Wiedeu- 

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( *3 ) 

brück mit ihr^n Pfarreien und TöclUerkircUen , 
welche von der Diüces Osnabrück abgelöst werr 
den ; sodann^ mit Ablösung von der Diöces Mainz, 
nachher R^gensbiu'g: die Pfarreien Siegen und 
Obernepfften , sammt der Stadt Heiligenstadt mit 
ihrem Dekanate und den Dekanaten Beureu, Bi- 
schofbrode, Kirchworbep, Kühlstädt, Langenfeld«, 
Neuendorf, Nordhausen, Rüstenfelde, Wiesenfclde 
mit ihren Pfarreien und Töchterkirchen, und der 
Stadt Erfurt mit den drei vorstädtischen Pfar- 
reien, wie auch die Pfarreien des Grofsherzog- 
thuras Weimar 5 nicht minder die Pfarrei Eppe 
im Fürstenthume Waldeck, sonst zum kölnischen 
Sprengel gehörig. Endlich übqrgebei^ Wir , mit 
Ablösung vom apostolischen Vil^ariat ,der nordi- 
schen Missionen, dem jetzigen und künftigen Bi- 
schöfen von Paderborn zu beständiger.Verwaltung 
die Pfarreien Minden in Westphalen, und Aders- 
leben, Althaldensleben , Ammensieben, Aschers- 
leben, Hatmersleben , St Andreas und St. Katha- 
rina zu Haiberstadt, Hammersleben, Hadersleben, 
Huisburg, Magdeburg, Marienbeck, Marienstuhl, 
Mayenhof, Stendal, Halle und Burg. In Erwä- 
^g aber des hohen Alters Unsers ehi'würdigen 
Bruders, des trefflichen Bischofs von Paderborn 
und Hildesheim und apostolischen Vikars in Nor- 
den, Franz Egon von Fürstenberg, wie auch sei- 
nes ausgezeichneten Verdienstes um die Kirche 
und halholische Religion , und um ihn mit neuer 
Bürde der Verwaltung zu verschonen, verfügen 
und verordnen Wir , dafs aus Rücksicht dieses 

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( n ) 

liöchstwüi'digen Hirten einstweilen keine Verände- 
rung vorgenommen, vielmehr alles in dem Stan- 
de , worin es dermalen sich befindet , belassen , 
und die vorgedachte Erweiterung der Diöcese Pa- 
derborn erst dann zur Vollziehung gelangen soll, 
wenn nach dem Abgange des vorbelobten Bischoß 
Franz Egon auf den erledigten Stuhl zu Pader- 
born ein neuer Bischof dui*ch Autorität des apos- 
tolischen Stuhls eingesetzt seyn wird. Indefs sol- 
len alle von den Diocesen Köln und Osnabrück^ 
wie vor besagt, getrennten Orte und Pfarreien 
einem , von Uns zu bestellenden , apostolischen 
Vikar überwiesen werden, um selbige bis zur Er- 
ledigung des Stuhls von Paderborn und des neuen 
Bischofs Einsetzung einstweilen zu verwalten. In 
gleicher Art sollen auch die, von der Diöces 
Mainz , später Regensburg , abgelösten Orte und 
Pfarreien, die von dem vormaligen Bischöfe von 
Corvey , jetzt Bischöfe von Münster , verwaltet 
werden, der einstweiligen Leitung eines apostoli- 
schen Vikars anvertraut werden. 

Den Sprengel der beiden erzbischöflichen und 
für immer zu gleichen Rechten vereinrgten Kir- 
chen von Gnesen und Posen werden jene Orte 
ausmachen, die dazu jetzo , seit der letzten Diti- 
cesanumschreibung des Königreichs Polen, gehö- 
ren, jedoch mit Ausnahme der Dekanate, Schlo- 
chau, Tuchel und Kamin, die, wie unten ange- 
führt werden soll , zur Diöcese Kulm abgetreten 
werden. — Dazu kommen die Dekanate Kruswitz, 
Gniewkowo und Inowraclaw , bisher zur Diöces 

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( ^5 ) 

von Wrazlawck gehörig und einstweilen unter die 
Verwaltung des apostolischen Vikariats zu Danzig 
gestellt ] sodann : die Dekanate Osti*zeszow und 
Kempen, die von der Diqpes Breslau abgelöst wer- 
den. Was aber die Vertheilung dieses Sprengeis 
an die beiden vereinigten Metropolitan-Kirchcn 
anlangt 5 so überlassen Wir dem unten zn benen- 
nenden Vollzieher dieses Briefs darüber die nähe- 
ren Verfugungen zu treffen* 

Der Sprengel der bischöflichen Kirche zu Culm, 
die Suffragan ist des Erzbischofs von Gnesen und 
Posen, wird bestehen" aus zweihundert und fünf- 
zehn Pfarreien, nämlich aus den Dekanaten : Les- 
ben , Rehden , Neumark , Löbau , Lautenburg , 
Strafsburg , Gollub , Thorn , Culm , Gulmsee und 
Gurzno mit ilii'en Hülfs-Pfarrcien und Tochter- 
Kirchen , sammt der Pfarrei Bi all uten (die, wie 
Gurzno vormals zur Diöces Plock gehörig , der- 
malen vom Weihbi^chof zu Culm verwaltet wer- 
den) — sodann aus den Dekanaten: Danzig, Pu- 
tzig, Mirchau, Dirschau, Stargard, Möwe, Neuen- 
bürg, Schwez , Lauenburg, Schlochau , Tuchel , 
Kamin und Fordon, die vormals zur Diöces Wra- 
zlaweck gehörig, jetzt von dem vorerwähnten apos- 
tolischen Vikar zu Danzig beaufsichtigt werden — 
endlich aus dem Gebiete der Abtei Oliva, jedoch 
erst nach dem Abgange ihres gegenwärtigen Be- 
sitzers. Und da Uns vorgetragen ist, dals es zu 
Culm an Gebäuden zur angemessenen Wohnung 
des Bischofs und Kapitels fehle : so geben Wir 

(4) 

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( ^6 ) 

dem Vollziehei' dieses apostolischen Sclireibens 
hierdurch die besondere Macht : nach vorgängiger 
Anhörung der Betheiligten und reifer Erwägung, 
jedoch unter Beibehaltung des Titels und Namens 
des Bisthums Culni , und mit Ueberweisung von 
Kirche und Gebäuden , wenn es ihm in dem 
Herrn also gut zu seyn bedünken wird , den Bi- 
schof und das Domkapitel von Culm nach Pelplin 
zu versetzen, dergestalt jedoch, dafs für die Er- 
haltung der Kirche zu Culm auf angemessene 
Weise Sorge getragen werde. 

Der Sprengel der bischöflichen Kirche zu Bres- 
lau, welche dem apostolischen Stuhle unmittelbar 
unterworfen ist , bildet deren der maliges Gebiet , 
mit Ausschlufs der Dekanale Oslrzeszow und Kem- 
pen , welche mit der Diöces Posen vereinigt sind. 
Ferner die Dekanale Beuthen und Plefs , die von 
dem Bislhume Krakau abgesondert werden. So- 
dann nachstehende, in der Lausitz belegene Pfar- 
reien, als: Nenzell (gegenwärtig aufgehobenes vor- 
nials exemlcs Kloster), Wittichenau, Guntersdorf, 
Hennersdorf , Pfaflendorf, Ullersdorf , die bisher 
von dem Dechant des Kollegiatslifts von St. Peter 
zu Bautzen in der Oberlausitz verwallet worden» 
Ueberhaupt sechshundert ein und zwanzig Pfar- 
reien innerhalb der Grunzen des Preufsischen 
Reichs. Aufscrdem behält dieser Sprengel seine 
auf Ocslerreiclilschem Gebiet belegenen Pfarreien. 
Endlich unterordnen Wir den Bischöfen zu Bres- 
lau für jetzt und künftig die von dem apostoli- 
schen Yikariat der nordischen Missionen zu tren- 

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( ^7 ) 

nenden Pfarreien der Städte: Berlin, Potsdam, 
Spandau, Frankftu't an der Oder, Stettin und 
Stralsund, welche von dem vorerwähnten Probste 
zu St. Hedwig in Berlin, als Delegaten des Bi- 
schofs von Breslau, verwaltet werden sollen. 

Den Sprengel der bischöflichen Kirche von 
Ermland , welche ebenfalls dem apostolischen 
Stuhle unmittelbar unterworfen ist , bildet ihr 
dermaliges Gebiet, nebst den von dem Bisthume 
Culm getrennten Dekanaten : Fürsten werder, Neu- 
teich y Marienburg , Stuhm und Christburg mit 
ihren Hülfspfarreien und Tochterkirchen , so dafs 
der ganze Sprengel einhundert und neunzehn 
Pfarreien in sich fasset. 

Vorgedachte Städte nun und Kirchen , erzbi- 
schüfliche und bischöfliche, sammt Pfarreien und 
Orten, ihnen zum Sprengel beigelegt, auch Ein- 
wohnern beiderlei Geschlechts, sowohl geistlichen 
als weltlichen Standes^ überweisen Wir den Kir- 
chen und deren Hirten zu ewigen Zeiten als Stadt, 
Sprengel , Diöces , Geistlichkeit und Gemeine , 
und unterwerfen sie ihnen im Geistlichen derge- 
stalt und also: daß, nachdem vorerwähnter Bi- 
schof Joseph von Ermland diesen Brief gehörig 
wird vollzogen haben, und einiger, in der Form: 
dann als nun, getrofiener besonderer Verfügungea 
Zeit gekommen seyn wird , sie selbst oder durch 
andere in ihren Namen, währen, wesenhaften und 
"wirklichen Besitz der geistlichen Leitung und Ver- 
waltung, und jegliches Diöcesan- und Ordinariats- 
rechts';, in gedachten Städten und deren Kircb- 

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( ^8 ) 

sprengein , 'wie auch Gütern und Einkünften, za 
ihrer Ausstattung , wie unten folgt, aUvSgesetzt, 
kraft kanonisch-apostolischer Einsetzungsbriefe, frei 
ergreifen , auch in dem ergriflenen Besitze sich 
erhalten mögen. Daher denn auch, von dem Au- 
genblicke, da sie nach dieser unserer Verordnung 
von den einzelnen» ihnen beigelegten Sprengeln 
werden Besitz ergriflen und deren Leitung mit 
der That angetreten haben , alle Jurisdiction der 
vorigen Vorgesetzten, gleichviel ob Ordinarien 
oder Vikarien , aufhört , und alle denselben er- 
theilten Fakultäten, in den ihrer Jurisdiction ent- 
zogenen Distrikten und Orten sofort ihre Kraft 
und Gültigkeit verHeren. 

Auch wollen Wir zum Nutzen der unterschied- 
lichen Sprengels-Einsassen hiedurch vorschreiben 
und verfügen : dafs alle , auf die abgetrennten 
und anderweitig einverleibten Kirchen-Sprengel, 
Pfarreien und Orte sich beziehenden Beweisthü- 
nier aus den alten Kanzleien ausgezogen , und an 
die derjenigen Bistliümer , dahin die Einverlei- 
bung geschehen ist, zu beständiger AufbewahruBg 
abgeliefert werden sollen. 

Inzwischen werden Unsere ehrwürdigen Brä- 
clcr, die Erzbischöfe von l^rag und Ollmütz , wie 
auch die Bischöfe von König! ngrätz und Leutme- 
ritz ihre Jurisdiction, so sie bisher ini Preufsischen 
Gebiet ausgeübt, auch ferner behalten. 

Hingegen werden die in dieser Unserer Ver- 
ordnung nicht mit einbegriffenen und aufserhalb 
des Preulsischen Reichs belegenen Tochterkirchen, 

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( »9 ) 

Pfarreien und Brüche von Pfarreien., vom ihren 
Matter- und Pfarrkirchen, so innerhalb de^elben 
Reichs belegen sind, hierdurch abgeschieden ^ und 
es sollen die nächsten Ordinariate dafür Soi^etra- 
geo, daJDs dieselben mit andern Mutterkirchen und 
Pfarrelen von einerlei Staatsgebiet vereinigt wer- 
den ; gleichwie Wir es umgekehrt mit den inner- 
halb des Preufsischen Reichs belegenen, zu aus-» 
ländischen Müttern gehörigen Pfarreien, Tochter-* 
kirchen und Pfarrbrüchen, eben so gehalten wis- 
sen wollen. Und behalten Wir Uns und diesettt 
apostolischen Stuhle vor, was die geistliche Füh- 
rung anderer Bezirke und Orte. angebt, wenn e& 
nöthig ist, besondere Fürsorge fcttthijwt^rv . 

In Erwägung aber des grofecn. Ui»fjftngs der 
Kirchsprengeln des Preufsischen Reiclis , i^d der 
grofsen Anzahl der Eingewidimfen , -wie auck: 
dafs es hiernach den Erzbischöfen und Biscjiöfeni 
überaus schwer fallen dürfte, allen Gläubigen das 
Sakrament der Firmung auszuspenden, und ohne 
Beistand eines fremden Bischofs alle gottesdienst- 
lichen Handlungen des bischöflichen Standes za; 
verrichten, wollen Wir die weihbischöfliche Wür-^ 
de in denjenigen Sprengein des Preufsischen 
Reichs, in denen sie bereits besteht, nicht allein 
hierdurch bestätigen, sondern auch in den Sprcn- 
gcln von Trier *uud Köln herstellen und von neueiu 
en-ichten ; demzufolge dann jeder Erzbischof und 
Bischof an Uns und Unsere Nachfolger , die Päb- 
ste zu Rom , die Bitte zu bringen hat y dafs ein 
mit den gehörigen Erfordernifsen versehener Mann, 

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( 3o ) 

geistlichen Standes, zu der weilibiscliöflicLen Wür- 
de bestimmt, und in Vorgang des kanonischen 
Prozesses, auch mit Beachtung hergebrachter For- 
men, und nach Anweisung eines anständigen Aus- 
kommens zu einem Titular-Bisthum in Landen 
der Ungläubigen erhoben werden möge. 

Und weil Wir die Herstellung des berühmten, 
uralten erzbisclioflichen Stuhls zu Köln, der Er- 
haltung des vor zwanzig Jahren, gleichsam an sei- 
ner Statt, errichteten Bisthums Aachen vorgezogen 
haben , aber auch , in Uebereinstimmung mit des 
Durchlauchtigsten Königs von Preufsen Wunsch 
und geneigtem Willen , der Stadt Aachen etwas 
Angenehmes erweisen wollen: so beschliefsen und 
verfügen Wir , dafs die bisherige Kathedrale zur 
heiligen Jungfrau Maria daselbst in ein Kollegiat- 
slift umgewandelt werden soll , bestehend aus der 
einzigen Würde eines Probstes und aus sechs Ka- 
nonikaten, deren Verleihung, was die Probstei 
betrifft, dem heiligen Stuhle ausschliefslich , was 
hingegen die Kanonikate angeht, ihm in Abwech- 
selung mit dem Erzbischofe zu Köln , gebühren 
wird. Diesen Kapitularen verleihen Wir aus be- 
sonderer Gnade die Erlaubnils , violettseidene 
Grofstalare zu tragen, mit seidenen Schnüren auf- 
geschürzt , und im Winter Hermelln-Fell , im 
Sommer Mozetten über die Chorhemden. Fer- 
ner : die Befugnifs eigene Satzungen aufzurichten, 
in derselbigen Form und Weise, wie oben von 
den Kathedral-Kapiteln gesagt worden ist. 

Zum Vollzieher dieses Unseres Briefes ernen- 

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( 3i ) 

neu, wählen^ setzen und verordnen Wir TJnsern 
ehrwürdigen Bruder, Joseph Bischof von Ermland, 
auf dessen Einsicht, Gelehrsamkeit und Recht- 
lichkeit Wir in dem Herrn ein grofses Zutrauen 
setzen, llim überlassen Wir, alles und jedes Vor- 
besagte und von Uns Verfügte zum vorgesetzten 
Ziel zu leiten , und (damit die erledigten Stühle, 
wie es die Tfoth erfordert, des baldigsten mit 
tüchtigen Hirten versehen und die kirchlichen 
Angelegenheiten in besseren Stand und Ordnung 
gebracht werden mögen) die Kirchen mit ange- 
messener und fester Ausstattung zu versorgen» 
Die dazu erforderlichen Mittel wird der vorge- 
priesene Durchlauchtigste König vonPreufsen, sei- 
ner Huld nach, freigebig bewilligen, als welcher 
Fürst Uns Gesinnungen der höchsten Gro/smuth 
und Güte gegen die seinem Zepter unterworfe- 
nen Katholiken, zu erkennen gegeben und zu un- 
verzüglicher Herstellung aller DiÖcesen seines 
Reiclis folgende Art und Weise der Ausstattung 
dargeboten hat: 

Es sollen auf die, namentlich dazu angewiese- 
nen Staatswaldungen so viel Grundzinsen errichtet 
werden, als auszustattende Sprengel da sind;imd 
zwar zu solchem Betrag-: dafs die davon jährlich 
zu erhebenden reinen, von jeglicher Belästigung 
freien Einkünfte ausreichen , entweder zu gänzli.- 
cher Ausstattung der Sprengel, wenn es durchaus 
daran gebricht , oder zur Ergänzung der Ausstat- 
tung, wenn Sprengel einen Theil ihrer Güter noch 
besitzen , so dafs jede Diöces zukünftig ein sol- - 

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< 3a ) 

chc$ J^hr-Eirtkommen haben n^öge. , >velches ^ 
für die erzbischöfliche oder bischöfliche Tafel , 
lür das Domkapitel , für das Seminar und für 
.den Weihbischof ausgesetzten, unten aufzufuhre»- 
den Einkünfte vollkommen decke; und, daJEs das 
JEigenthum solcher Grundzinsen durch Urkunden, 
in bündiger, den Gesetzen jenes Reichs entspre- 
iühender Form abgefalst, und von dem vorgcprie- 
^enen Könige selbst vollzogen, einer Jeden Kirche 
übertragen werde. Und weil vorgedachte Wal- 
dungen, wie die Staatsgüter überhaupt , aus A^V 
Jafs der, im Kriege gemachten, Schulden mit 
lij-ppthek belastet sind, denselben daher kein 
Grundü^ius, aufcr|pg|L,, auch ihr Einkommen nicht 
bezogen, werden kau», bevo^ durch Zahlungen, 
welche dlß ßegieruug den Hypothekar-Gläubigem 
geleistet, der. liet^'ag der Staastschuld vermindert, 
und ein zureichender Theil der Staats Waldungen 
von der Hypothek frei geworden, ist 5 ferner, da 
nach dem Gesetze, wodurch der Durchlauchtigste 
König den Staatsgläubigern diese Sich^rh^JLt ge- 
währt hat, im Jahre Tausend, achthundert^ drei»- 
unddreilsig durch die Behörden sich ent^qheidea 
wird , was für Grundstücke von der Hypothek 
jBI'ledigt oder noch damit beschwert bleiben weiv 
den : so beschliefsen Wir , dafs die Eintragung 
gedachter Grundzinsen in dem erwähnten Jahre 
Tausend, achthundert, dreiunddreiisig, oder auch 
theilweise fiüher , wenn nämlich ein The^ der 
Waldungen von jener Hypothek befreit w^ürda. 
Statt finden soll. Es werden demnach, wenig- 

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(-33 ) 

^cm vom Jahre Tausend, aclulmndert, dreiuncT- 
dreifsig ab , jene Grundzinsen von den einzelnen 
Diöcesen unmittelbar erhoben ; von nun an aber 
bis zu gedachtem Jahre hin , oder bis datiin^ daf$ 
die Errichtung des Grundzinses früher zu Stande 
käme , soll eine , dem Erti'ag der Grundzinsen 
gleichkommende Baarschaft aus den Regierungs- 
hauptkassen der Provinz einer jeglichen Dlöcese 
aasbezahlt werden. Und um jede Besorgnifs zu 
lieben, dafs diese Art der Zahlung auch über das 
Jahr Tausend, achthundert, dreiunddreifsig, hin- 
atisreichen könne , wenn vielleicht die Behörde 
der Errichtung gedachter Grundzinsen widersprä- 
che, wei? die Staatsschuld noch nicht genugsam 
vermindert worden seyj so hat der belobte König 
sich erbotctt nnd "fest zugesagt und verheilsen : 
wenn wider alle Erwartung sich solches zutragen 
mochte \ dafs dann mi( baarem Gelde des Staats 
so viel Grundstücke erkauft und den Kirchen zu 
eigenthümlichem Besitze übergeben werden sollen, 
als erforderlich sind, um durch ihr jährliches 
Einkommen den Betrag jener Grundzinsen zu er- 
reichen. Da nun der Durchlauchtigste König ver- 
heilsen hat, über dieses Alles bündige, in seinem 
Reich zu Recht bestehende, von Ihm selbst zu 
vollziehende Urkunden zu desto sicherer Vollfüh- 
rung ausstellen zu lassen : so soll gedachter Bischof 
Joseph verpflichtet seyn , jeder KircUe eine der- 
gleichen Urkunde zur Aufbewahrung in ihrem 
Arcjuv zu überliefern. 

(5) 

% 

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( 34 y 

Es haben aber die Einkünfte diesei* Art, der 
Königlichen Verheifsung gemäfs, frei von alktt 
Lasten, folgenden Betrag jährlicher Ausstattung 
zu erreichen , als : Für den Erzbischof von Köln, 
auch für den Erzbischof von Gnesen und Posen 
Zwölf Tausend Preufsische Thaler. Für die Bi- 
schöfe von Trier, Münster, Paderborn und Kulm 
Acht Tausend Thaler selbiger Währ^ing. Für den 
Bischof von Breslau Zwölf Tausend Thaler selbi- 
ger Währung, aufser seinem Gute Würben im 
Preufsischeu und aufser seinen Einkünften aas 
demjenigen Theil der Diöcese, welcher dem Zep- 
ter Unseres geliebtesten Sohnes in Christo, des 
Kaisers von Oestreich und apostolischen Königs 
von H Ungarn und Böhmen , Franz , unterworfen 
ist. Anlangend die Ausstattung des bischöffichen 
Tisches von Ermland , so erklären Wir , dafs , da 
dieser Stuhl Güter und festes Einkommen besi- 
tzet, vor der Hand keine Veränderung Statt fin- 
den soll. Es wird jedoch zu seiner Zeit eine ähn- 
liche Einrichtung , wie in Ansehung der übrigen 
Stühle , durch apostolische Autorität geti*offen 
werden. 

Gleichermafsen wird das Metropol itankapitcl 
XU Köln ausgestattet werden zum jährlichen Be- 
trage : für den Probst von Zwei Tausend Preußi- 
schen Thalern 5 für den Dechant ebenfalls Zw^i 
Tausend Thaler ; für die beiden ersten wirklichen 
Canonici mit Eintausend , Zweihundert Thalernj 
für jeden der sechs folgenden wirklichen Kano- 
nici mit Eintausend Thalern ^ für die beiden jüngr 

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( 35 ) 

ften wirklichen Canonici mit Achthundci^ Tba- 
lern; für jeden der vier Ehren- Canonici Einhunr 
den Thaler 5 fiir jeden der acht Vikarien oder 
Pfründner Zweihundert Thaler. 

Bei der erzbischöflichen Kirche zu Gnesen' wer- 
den der Probst und die sechs Capitularcn , wel- 
che in Zukunft deren Kapitel ausmachen^ fortfah- 
ren dasselbe Einkommen zu beziehen, welches 
der Probst and die sechs ältesten Capitularcn ge- 
genwärtig geniefsen. Als Einkommen der erzbi- 
■schöflichen Kirche zu, Posen werden in der vorcr-* 
isähnten Weise angewiesen werden : dem Probste 
Eintausend achthundert Thaler ;, dem Dechant 
-ebenfalls Tausend achthunder,t. ^h^ljcrj^ jedem der 
beiden ältesten Canonici Eintausend zweihundert 
Thaiear; jedem der vier fQlge.nd^i^; Eintausend 
Thaler 5 jedem der beiden Jüngst^ij ; Äcjit hundert 
Thaler ; jedem Ehren-Canonico Einhundert Tha- 
ler; jedem Vikar oder Pfründner Zweihundert 
Thal^r. 

In den Domkapiteln Trier und Paderborn dem 
Probste Eintausend vierhundert Thaler; dem De- 
chant ebenfalls Eintausend vierhundert Thaler; 
den beiden ältesten Canonicis jedem Eintausend 
Thaler; den beiden folgenden jedem Neunhundert 
Tbaler ; den übrigen jtdem Achthundert Thaler ; 
jedem der vier Ehren-Canouici Einhundert Tha- 
ler ; jedem der sechs Vikarien oder Pfründnem 
Zweihundert Thaler. 

. In dem Domkapitel zu Münster dem Pi*obstc 
Eintausend achthundert Thaler | dem Dechant Ein- 

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( 36 ) 

lauseod aclithiinJert Thaler; jedem deir beiden 
ältesten Canonici Eintausend zweihundert Thaler; 
jedem der vier nachfolgenden Eintausend Thaler; 
jedem der beiden jüngsten Achthundert Thalefü 
je^em der vier Ehren-Ganoni^ci Einhundert .Tb»* 
1er j jedem der acht Yikarien oder Pfründneffa 
Zweihundert Thaler. 

In der Kathedral-Kirche zuKulm demProbste 
Eintausend zweihundert Thaler ; dem Dedi^t 
ebenfalls Eintausend zweihundert Thaler^ dem 
ältesten Canonico Eintausend Thaler ; dem zweite 
Neunhundert Thaler ; jedem der übrigen secfa 
Achthundert Thaler; jedem der vier Ehren-Gi- 
nonici EinhuidertuFbaler; jedem der sedbs Vi- 
karien odeir Pirifaidinern Zweihundert Thalen ' 

In der OqmKirctie zu Breslau dem Probst« 
Zweitausend Thajer ; demDechant ebenfalls Zwei' 
tausend Thal er ; dem ersten Ganonico , der die 
Scholasterpfründe hat. Eintausend iünfhundert 
Thaler; jedem der beiden nächstfolgenden Gaii<H^ 
iiici Eintausend Einhundert Thaler ; den übrigefi 
sieben Ganonicis jedem Eintausend Thaler; den 
seclis Ehren-Canonicis jedem einhundert Thaler j 
jedem der acht Vikarien oder Piründnem Zwei- 
hundert Thaler. 

Anlangend das Domkapitel des Bisthums Ei»i- 
iaud, erklären Wir, dals für jetzt eine Verände- 
rung seiner Ausstattung nicht eintreten soU^ h^ 
kalten aber Uns und Unsern Nachfolgern^ de» 
Pähsten zu Äom, vor, ihm iu Zukunft eine.fibf»^ 

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( 37 ) 

Itche EifMiclilang , als den übrigen Domkapiteln j 
an gedeihen zu lassen. 

Das Collegiatstift zu Aachen, aas einem Prob- 
Ste und sechs Gapitularen bestehend, wird jenen 
Betrag des Einkoramens behalten, den das bishe- 
rig^ Domkapitel daselbst bezog. 

Femer soll gedachter Bischof Joseph von Erm- 
land, zu angemessener sicherer Ausstattung der 
Semlnarien jeder Diöcese, diesen Anstalten, mit 
Beibehaltung der Güter , die sie etwa schon ha- 
ben,, jene ganz neue oder ergänzende Ausstattung 
Überwelsen , zu welclier der Durchlauchtigste Kö* 
nig -in seiner Freigebigkeit sich erboten hat. 

Desgleichen tragen Wir ihnx , . dem. Bischöfe 
Joseph,. hierdurch auf: dafs ei* dcii Erzbbchüfen 
und Bischöfen zu ihrer anständigen Wyhniuig ent- 
weder die alten bischöflichen Residenzen , wenn 
dieses füglich geschehen kann, oder andere Häu- 
ser in den Städten, auch, wo die Umstände es 
begünstigen , einen Sommeraufenthalt , Alles, wie 
äie Gnade des Königs es verleiben wird, fest be- 
stimme und anweise. Ein gleiches gilt in BetrelF 
der Wohnungen und des Gelasses für die Wür^ 
den, Chorherren, Vikarien oder Pfründner, wie 
auch für die bischöfliche Kanzlei, das Domkapitel 
und Archiv. 

Zu baulicher Unterhaltung der Metropolitan- 
nnd Kathedral-Kirchen (mit Einschlufs der als 
Kathedrale supprimirten, übrigens aber beibehal- 
tenen Kirchen zu Corvei und Aachen) , wie auch 
ßduifs des Aufwandes für den Gottesdienst und 

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( 38 ) 

für die Kirchenbedienten , sollen alle jene Güter 
und Einkünfte auch künftig gewidmet Meiben, 
welche es gegenwärtig bereits sind , und deren 
sorgfältigste Erhaltung der Durchlauchtigste König 
Uns verheifsen hat. Im Fall aufs erordentlich er 
Noth vertrauen Wir, dafs für dieses Bedürfnils 
aus dem Vermögen des Königlichen Schatzes mit 
Freigebigkeit werde gesorgt werden. 

Dem vorgedachten Bischöfe Joseph legen Wir 
überdies auf, dafs er bei jedem Erzbisthum und 
Bisthum für herkömmlich angemessene Ausstat- 
tung der weihbischüflichen Würde sorge 5 auch 
den Erzbischöfen und Bischöfen die erforderlichen 
Einnahmen zur Besoldung des General-Vikars und 
zum Unterhalte der Behörde, nach der höchst 
freigebigen und fürsorglichen Verfügung des Kö- 
nigs überweise» 

Und da der Durchlauchtigste König von Preo- 
fsen verheifsen hat, dafs jene Häuser, die zur 
Versorgung ausgedienter, alter und kranker Prie- 
ster, wie auch zur Zähmung ungerathener Geist- 
lichen , bereitet sind , nicht eingehen ; vielmehr 
da, wo es noch daran gebricht , deren neue er- 
richtet werden sollen 5 so überlassen Wir Ihm, 
dem Bischöfe Joseph, in vorgängiger Erkennlnifs 
dessen , was der vorbelobte König dieserwegen 
verfügt hat, auch nach eingezogenem Gutachtea 
der betreffenden Ortsordinarien, unter deren Auf- 
sicht dergleichen Häuser bleiben müssen, alles, 
was zu deren Ausstattung gehört , anzuordnen. 

Da s'ich aber in den Domkirchen zu Aachen 

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( 39 ) 

yg^A CörVd heiliges Geräthe befindet^ dessen' die- 
selbigen zur^ Ausübung der Pontifikal-Handlungea 
in Zukunft ferner nicht bedürfen , so ertheilen 
Wir dem erwähnten Bischöfe Joseph die Macht, 
solches zum Gebrauche und Nutzen der Metropo- 
litankirche zu Köln, wenn solches nothig ist, sonst 
aber zum Nutzen anderer Kirchen des Preufsischen 
Reichs zu verwenden. 

.Ferner, mit Rücksicht auf den Betrag des 
Einkommens, welches den erzbischöflichen und 
bischöflichen Sitzen des Preufsischcn Reichs der- 
malen beigelegt worden ist, wollen Wir, dafs sie 
in den Büchern der apostolischen Kammer in Zu- 
kunft geschätzt seyn sollen, wie folget: die Kirche 
%a Köln mit Tausend Goldgulden des Kammer- 
satzes; die vereinte Kirche vouGn^en und Posen 
ebenfalls mit Tausend Gulden 5 die Kirche zu 
Breslau mit Tausend Einhundert und Zweidrittel 
Gulden ; die . Kirchen von Trier, Münster, Pader- 
born, Kulm und Ermland, jede zu Sechshundert 
sechs und sechszig und Zweidrittel Gulden. 

Auf dafs aber Alles , was hier verordnet wor- 
den , gehörig , gut und bald ins Werk gerichtet 
werde, ertheilen Wir dem ra ehrgedachten Bischo* 
fe Joseph von Ermland, als angeordnetem Voll* 
lieber dieses Briefes , alle und jede Vollmachten , 
so zu diesem Geschäfte nuthig oder dienlich sind, 
auf dafs er, nach vorgängiger Ausstattung mittelst 
der> in rechtgültiger Form abzufassenden Urkun- 
den, zur Errichtung oder neuen Gestaltung einer 
fedeii Kirchs, wie auch ihres Kapitels, desgleichen 

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( 4o ) 

ittir Utnschreibiing ihres Sprengeis TorsHireiten, 
auch alles Uebrige , -wie vorgeschrieben ist , aus- 
richten und ordnen möge, als wozu Wir ihm 
hiermit Unser apostolisches Ansehen leihen. Fer- 
ner legen wir Ihm , dem Bischöfe Joseph , die 
Befugnifs bei : zu desto vollkommenerer Vollzie- 
hung dieser Sachen , zumal an Orten , die von 
seinem Aufenthalte \yeit entlegen sind, Eine od&e 
auch mehrere Personen , die in gleichei* öder an- 
derer kirchlichen Würde stehen, statt seiner iknt 
Vollmacht zu versehen. Und sowohl er selbst, 
als jene Person oder Personen, so' er mit Voll- 
macht vergehen/ haben wird, sollen ermächtigt 
seyn, über j«den ESnwand, der vielleicht bei Ge- 
legenhißitrjiep ^idlzJrefeung dieses Briefs gemacht 
werdere därfiseu ttril Beobachtung jedoch der For- 
men deiRebhtfe ,i lödilief^lich und oline Verstat- 
tung einiger Berufung zu erkennen. 

Wir machen aber auch dem besagten Bischöfe 
Joseph zur Pflicht und gebieten ihm, dafs er Ab- 
schriften aller Verhandlungen , so sich auf St 
Vollziehung gegenwärtigen Briefes beziehen , so- 
wohl seiner eigenen, als derer, die er statt seittisr 
bevollmächtigt haben wird , innerhalb vier Mona- 
te nach vollbrachter Vollziehung in beglaubigter 
üestalt, an diesen apostolischen Stuhl nberschicke^ 
damit solche in dem Archiv der Versammlung, 
die über die Gonsistorial-Angelegenheircn ge$el2C 
ist , altem Gebrauche gemäfs^ aufbewahrt werdes 
mögen. < ,: 

Es soll aber dieser Brief und Alles, was daria 

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( 4» ) 

«mbaltc^-nudb^scKIosseB ist, weder. dunoü: 4iA 
^, oder diei^ ao an. dem Yorgesaglto» gans^oder 
ih^il weife , berechtigt oder beUieiligt sind ,. oder 
jm^ eral, künftig za seyn behaupten (sie mögeii 
tßjn .we« Standes oder fianges sie wollen^ selbst 
9i|t^4^^Uicber und ; namentlicher Melduqg wür« 
^)^. nicht dai:^in, gewilligt ; oder da& Einige «Uli 
ibnen .liieht dazu gerufen, oder gar nichts oder 
ji^ht genugsam angehört ; noch sdbst um Yery 
^^ung, wiUeB , oder aus einem anderen in der 
fifil^hten^noch so sehr begünstigtem Crunde> An* 
Sfpk^-^ .Yorwand oder-Yerfügaiiig, selbst des ge^ 
C6^]k^;$«eiien Jianonischen Gesetzbuiebs^ weder, als 
^PSeUichep, oder nichtig, ri^r^iUi^eter i währen 
l/V^Pe^ismeinung und der B$$9l&ii]taQraiigjider Se4 
J^aäf gten e^hnangelnd , oderi wat .jfiänälo aikdeim , 
Ji0f:h sö groüsen und wesenhafitoa fi^hiftcben, wie 
es immer ausgedacht werden ntd^eV , behaftet $ 
jio^ n^ch darum: dafs die Feierlichkeiten und 
KoimeQ nicht gehörig beobaehtet und ToUbraclit^ 
iÜer dafs die Ursachen, um derentwillen Yoi^e« 
^idites > eirgangen ist,^ nicht genug$ai|i äng^ührety 
WUbgewiesen und gerechtfertiget worden , jemak 
}0^kitn an Ansprach genommen, . angefeindet^ 
M()fcraiftet,^ ausgesetzte beschränkt, ines^hnitten, ia 
^iF^el gezogen , noch dagegen Wieder^nsötsung: 
ju^td^n vorige^ Stand , E^laubnib zu reden ^ oder. 
JKgend ein anderes Rechtsmittel der Form öder 
^4i^vTbatbestaudes zugestanden werden. A'uchsidl' 
dieser Brief unter die Yerfügung der ihm. etwa 

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( 4« ) 

WÜcrwÄnigtii Yerordnimgen , WilenKife^ ^^ 
pdbsionen , B^schränkai^eii 9 Aufhebangieii , V^ift 
änderuDgen ', Yerfugungea und Erklärungen , alU 
gemeinen und besonderen , keineswegs begriffet l 
tielmehr gänzlich davon ausgenommen sejn nbi 

. blieiben, und als von Uns , aus päbstlicber F&f^ 
iorge^ gewisser Etkenntnifii und Fülle apostoS« 
•ciicr Gewalt eriassen , steh durchaus voUkom»^ 
Her Ki*aft und Gültigkeit erfreuen, mi&in eu sei- 
m«* vollen Wirksamkeit gelangen , und cukünfäg 
voii AlSen^ die ^ angeht und angehen wird ^ bei 
•ländig'' und ^unverbrüchlich beobachtet werdet '| 
liuch den Bischöfen und Kapiteln vorgedachw 
Kirchen "■aid"äiDder«ii darin mit Gunst bedaob» 
len IVnK)ndn,3U^'ei«%g4en Zeitto in alle W^aati 
Ifutate geMkbetb <i6i« sollen daher/ in Belirdl 
des Yoig^äehleiy'ttttd aus dessen Anlafs von Ni»^ 
mandeh , er sifej "Welches Ansehens er wolle , be- 
lästiget, gestöret , beunruhigt od«r gehindert w*» 
den ; audi nidit zum Beweite oder zur BekH^ 
gung dessen, was in diesem Briefe gesdiiiehtlieh 
aageltthrt ist> verpflichtet seyn. Und dazu wedi^ 
im Gericht, noch aufsergerichtlldi jemals köanM 
angehalt^i werden. Und falls es sich zuttiäge^^ 
dafs lemand, welches Ansehens er auch sey, wf^ 

«aentlich oder unwissentlich hiergegen faattdeln^ 
soll solches als null und nichtig angesehen werdvM. 
- Auch soll nicht dawider seyn : ,,dafs wohkr^ 
woii>ene Rechte nicht aufzuhebeti/* ferner : ^dttft 
bei Suppressionen die fietheiiigteis zu bören^' wA' 
was dei^leichen Unserer und der apostoliiiahttt 

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( 45 ) 

KanzleiriUigela sieV wi* So -a^di: ni^M äai 
gedachten Kirchen wl päbidicb^i «4^ 8«ni$t%er 
BcistäbgoBig veraeheoe Stataten^ uralte Gewobni? 
heiteai au^h Privil^ien, Indulte und Verloiboa* 
gen Ton nodb^ w bieso«derem. Inhalt ^ arihst am« 
drückliches Mcldui^ Würdige« Auch nioha dii 
von dea Pähsten und m den I^fcmnaial- odov 
General-- Sjnodenj auageg^ngeoen ¥erQrdau«g<sii 
nhd Beschlüsse aller i^t^ die Wir wl mehr samihl 
und sondei«, ihrem ganaen Inhalte «md Uu^rForaa 
nach , und (daiern deren hcsoadere auadcttcklkhe 
nnd elgenlliche Erwähanng itöfchig oder damt einift 
andere bosoodere Weise <»rfor(ktliek wärt^ gleioli 
als ob ihr Inhalt von ^eri amüV¥!ari;>.äi^dbyi aust« 
gekssen« hier eingetragen, i|»dsje«ejföf» gennw 
heobachtet worden wäre, aus 'ipoal^MinJMiig ^wal^ 
so weit es dessen zurVoUzie]A^|^'j9j|4;i^^$führang; 
alles Yorgedachten bedai^f^ hierdureh gänzlich enV- 
kraften \ wie auch in gleicher Weise alles üebri- 
ge> WM Obifi^m enlg^ensiebt^ 

Attch wollen Wir, da& den Akchi^iftea di^ese» 
Binefes, selbst Abdrücken^ die durch Unterschrift 
tkies öifentUchen Notars beglaubigt, und mit dem 
Siilgel einer Person y die in kirchlicher Würd« 
a||jkL,,\ersehen &ind, üheraU, wa sie da(i;getrc4ch^ 
np^ vorgezeigt, iiyerden, gleiches Gladb^ i ^^e 4^ 
^buchrifty, 91^ Stalten kooifnen soU. 

* ISiesnand alsa, wer er amih seyn «flöge, ' soll 
i^fm^ Vixtmm Brief der Aufhebung ,. Erläachung^ 
Yflrnü^tnmg^ Ij^suUnnf , E^ri^timg, Vej^i^ 
fW4^,:Tl*^4«ai^TireÄa«|iftj Ab#ftJ|dc|rui»g> B*i- 

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( 44 ) 

ftgung, Zuwendung, Umschreibung, Verleihung, 
Verstattung, Gewährung, Ueberweisung , Ergäa- 
zung, Untei*werfung, Beilegung, Satzung, Erklä« 
rung , Ueberlassung , . Abordnung und Beauftra- 
gung, Beschliefsung , Aufhebung und Willensäu- 
fserung, auf irgend eine Weise brechen oder fre- 
ventlich dagegen handeln. Wer aber solches zu 
thun wagt, soll wissen, dais er die Ungnade des 
allmächtigen Gottes und seiner heiligen Apostel 
Petrus und Paulus auf sich lenke. 

Gegeben Rom an der Kirche der heiligen Ma- 
ria, der Aelteren, im Jahre nach der Menschwer- 
dung des Herri^ Eintausend Achthundert Zwan^g 
und £ins>i den s^hs;&ehnten Tag des Monata Ju- 
lius. Unseres Obeirhirten- Amtes im zwei und 
zwanzigsten Jahre. 



B. Allerhöchste Kabinets-Ordre vom i3. 
August 1821, betreffend die Königliche 
Sanctioa der päbstlichen Bulle, d. d. 
Rom, den 16. Juli c. a. 

JJa die Mir von Ihnen vorgelegte päbstKche Bul- 
le, welche mit den Worten: de salute animarum 
anhebt, und aus Rom vom 16. Juli d. J. (XV IL 
CaL ^ug.J datirt ist , nach ihrem .wesentlichen 
Inhalte mit jener Verabredung zusammenstimmt , 
die unter dem 25. März d. J. in Betreff der Ein- 
richtung, Ausstattung und Begränzung der Erzbis- 
thümer und Bisthümer der katholischen Kirche 

Digiti'zed by CjOOQIC 



( 45 ) 

dLes^ Staats > tind älter darauf Bezug habenden Gk^ 
gensläüde, getroffen, auch von Mir bereits unter 
dem 9^ Juni d. J. genehmigt worden ist 5 so will 
Ich, auf Ihren Antrag, auch dem wesentlichen 
inhalt dieser Bulle, nämlich dem, was die auf 
YorerWähnte Gegenstände sich beziehenden sach-' 
lieben Verfügungen betrifft, hierdurch Meine Kö- 
nigliche Billigung und Sanction ertheilen , Kraft 
der-en -diese Verfügungen als bindendes Statut der 
katholischen Kirche des Staats von allen ^ die esT 
angeht, zn beobachten sind. 

Diese Meine Königliche Billigung und Sanction 
crlhrile Ich, vermöge Meiner Majestäisrechte, und 
diesen Rechte, wie auch allen 'Meinen üntertha- 
nen evangelischer Religion, und der evangelischen 
Kirche des Staats, unbeschadet. 

Demnach i^t ein Abdruck dteser-Bulle in die 
Gesetzsammlung aufzunehmen, und für die Aus- 
führung derselben durch das Ministerium der 
geistKchen Angelegenheilen zu sorgen. 

Berlin, den 23. August 1821. * 

Friedrich Wilhelm. 

An den Staatskanzler 
Forsten von Hardenberg. 



,y Google 



( 46 ) 
II/Eint'h'eilung der ErsdiösOesel 



I. Regiernngs-Bezirk Aachen. 



Gantonc« 


Kreise. 


2M 

der 

Pfarrei«B 


1. Aachen' 

2. Blankenheim 

3. Burtscheid 
4* Cronenburg 
5 Düren 

6. Erkelenz 

7. Eschw eiler i\f , 

8. Eup^n / ; 
9 Froilzheim 

10. Geilenkirchen . 

11. Gemünd 

12. Heinsberg 
l3* Herzogenratll 
iL Jülich 

ID. Linnich 
i& Lissendorf 
17. Malmedy' 
lö. Montjoye 
19 Niederkrüchten 

20. Reifferscheid " 

21. Schleiden 

22. Schönbei^ 

23. Sittord 

24. St Vith . 


Sudtkreis Aachen 

Gemünd 

Landkr. Aachen 

Gemünd 

Düren 

Erkelenz 

Düren u. Jülich 

Landkr. Aachen 

Düren 

Geilenkirchen 

Gemünd 

Heinsb^ 

Landkr« Aachcft 

Jülich 

Idem j 

Gemünd 

Malmedy 

Montjoye 

Erkelena 

Gemünd 

Idem 

St Vith 

Heinsberg 

St Vith 


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»7 

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6 
16. 

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1 

5 
»4 




Total . . , 


'^ 



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( 47 ) 
II. Rcgicrungs-Bezirk Coblenz; 



Dekanat 



Kreise. 



Zahl 

der 

Pfarreien 



Siegburg 



Altenkirchea 



(Aj 
(Neuwied 



3 

4 

2 



Total ... 9 
III. Regierungs-Bezirk Düsseldorf, 



Cantone. 



Kreise. 



1. Grefeld 

2. Dormagen 

3. Eben 

4. Neersen 

5. Neufs 

6. Oden kl rohen 
. Uerdingen 
. Viersen 



Crefeld 

JNeufs 

Grevenbroich: 

Crefeld 

Neu fs 

Gladbach 

Crefeld 

Gladbach 



Zahld.Pf. 



,i 

IG 
12 

9 

7 



Total des linken Rheinufers 68 



Diekanate. 



Deuti 



jDüsseldoFf 



Kreise. 



^ses 



Lennei^ 
JOpladen 
(Solingen 
'St. Kr. Düsseldorf 

L. Kr. Düsseldorf 

|Elberfeld 

lEssen 

[Lennep 

Mettmann 

Opladen 
I Essen 



Zahld.Pf. 



21 
2 

4 

I 

6 
2 



Toul des rechten Rheinufers 



64 

Google 



( 48 ) 

IT. Regi er u n g g -,B^.]j i r,k K c^loi. 



Cantone. 



Kreise. 



i.'Bergheim . • 
\ak BQnn 
».Brühl 
4. Dormagert 
^^ Kerpßn 

6. Köln . .; 

7. Leohenich 

8. L essen ich 
3g. Rheinbach I. Set 
10^. BheinbÄch 2. Set. 

JA 



Bergheim 

Bonn .- 

Köln und Bonn 

Landkreis Köln 

Berehdm '<- 

Stadtkreis Kölnu 

Lechenich 

Bonn 

Idcm 

Idem ^ 

Landkreis Köki 

Lechenicit 



ZahlcLPf, 



c 3 

32 

....>4 

• ii 
.ai8 

"4 

-|5 

«4 
16 



Total des llnkea Rheinufefs' 169 



DeröAfe?»*^'^ 



:t 



Kreise. 



ZahldPf. 



?Doa bau 'lOPg^Gummersbacdi 



Deuts 



Siegburg 



<Mülheim 
JSieg ' > 

(Wipperfürtk 

rBt>nn ' :.■ 

IMülheim 

<Sieg 

JWaldbroel 

'Wipperfürth^ 



I 

-.2 

10 

2 

33 



::\m 



,1; Total des rechten ;Rhein\ifpps 78.? 

,Wied,erho J ung, 

I. Regierungs-Bezirk Aach^Ti i :,;.... . ,^08. 

*"•. ' V .^ ^> CobletizV /. , Jv rv;''W 






! rechte 
linke 



Ä,4.»rÄ.HÄ'^;;'^i'l|>47 



ZuiJkmiÄeji . • . .686 



,y Google 



C 49 ) 
III. NüiHens-Verzeichnit». 



Der HocHwüraigste Herr FEfiDINAND AÜGUSIV 
£rzbischof zu Köln» geborner Lc^i ie$ heil. 

. i^K>stolis€hen Stahles zu Rom, Gra£ Sgie^el 
xuzxi Desenberg und Ganstein, Sr. KöiiigL 
Majestät vou frepJseu ^virklioher Gefa^eimer- 
Rata, Mitglied des Staatsraths, und des Irothea 
Adler-Ond^s erster Klasse B^iuer« 

D m - K ft p i t e If i ' 

SÜe Ferren Maytiii Wilhelm Fonck, R^. 

rr des Belgischen Löwenordens, Probst; 
ann Aus gen ^ ehemaliger Consistoriaä- 
Rath zu Aa^eQ^ Deehant uqd G^i^^ 
yal-Yikiir. 

Wirkliehe Domhcrjir^gij.Ci 
Jttc Stelle i^a^^t, 



1% Herr Hermes, Professor und Doqtor dier 

^ Theologie zu Bona* 

j3. Facat. ' 

{4* Herr Joseph Montpoint» vormaliger Ca^ 

^ Dönictts zu Aachen. 

,3^. Heinrich Filz, zugleich Dompfarrer; r 
„ Ludwig Brouhung, Präsea d^s eilt- 
hischöflicben Seminars» 

^- FacaL 

^Me^ip Miiller, vormaliger Pfarrer zu Ei^en» 

m\ „ Carl Mai bäum, Pfarrer zu Adenau. 

mi p, Jobann Mdminen, Pfarrer 9^11 JiUich. 

; ;: Ehren-Ci^nonici. 

UhVHcrren: i. Jac, Iveu, Obtrnfarrer zu Bonii,; 

* a. Fr^ed- Werraerskircn^n, Pfai^r^r a»- 
der Maüriä-HiijDinel&hrtskirche zu Köln. 
3. W i l h. H e i n z e n , Pfarrer za I>ü$seldorf, 
4 Wilh. Eske'ns, Pfarrer D^ Landdechiii^ 

*• '* (7). 

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< 5o ) 
Dom-Vikare. 

t>ie Herren: t. Job. Gumpertz« 2. Theod« 
I^enkrahe. 3. Bern. Esser. A. Job. 
Wilh. Dilschneider. 5. Joh. Aoton 
Vonderbank. 6. Andr. Scblebuscb. 
7. Arn. Heuler. 8. Jac. Ludw. Nall^t 

Erzbischöfliche .Behörden« 

G e n e r a l - V i k a r i a t. 

Ficarius in spiritualibu^ generalis: Herr Dom- 

decbant H ü s g e n, 
Geistliche Räibe : die Herren Domkapitalare 
Montpoint, Filz, Maybaum und 
Mommen. 4 - 

Herr von Groole, Kanzler. 
,, Domvitai-Dils ebne i der ? Sekretarien, 
„ ,,^ Vpnderbank ^ ^^^^«^*^"• 

„ Wattend'ö^rff, Registrator. 
„ Podesta, Hr. Lüders und Hr. Guisez, 
Kanzellisten. 
£ s c b,^ interinu Pedell. 

Examinatores synodales, 
( Sind noch nicht definitiv ernannt. ) 

Vicßrius in pontißcalibus generalis : vacat. 

Gonsistoriumz weiter Instanz» 

Herr Domprobst F o n ck, Präses. 
5, Domkapitular B r u b u n g , Assessor. 
„ „ Müll e r , idem. 

„' Podesta, Sekretär. 

Erzbiscböflicbes Seminarium. 
Herr Domkapitular Broubung, Präses. 
„ Ganonicus Splinter, Oekonom. 
„ „ M o b r e n , Lebrer. 

^y Licentiat Hamm ,, 

„ „ 1 V e n „ 

„ Curat-Priester Grosman,, 

Digitized by CjOOQ IC . 



( 5i ) 



Alphabetisches Verzeichnifs 

immtlicher Pfarren der Ei*zdiöcese Köln mit An- 
gabe I ) der Pfarrer , 2.) des Cantoils oder D^ka- 
aats, 3.) des JRegierungs-Bezirks, 40 d^s U^ätH- 
ichen Kreises. ' 



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133 

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35 



Nalnea 
d*t Pfarren. 



z. 
z. 
z. 
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z. 



Aachen (Kailie- 
idralpfarre) 
„ z. h. Michael 
h. Nicolas 
h. Jacob 
h. Kreuz 
h. Paulus 
h. Pelei- 
,9 z. h. Adalbert 
Adendorf 
Acgidieaberg 
Aersli^k * 

Aldenho^feit^w^ 
Aldrinja ^^ 
AlendE*Jraa«L> 

Alfter f^f^^ ^I 

AlrÄlfc--^^-'^^'^-^" ' 



Alsdorf 

Altdorf 

Altenrath 

Amel 

Angei^mtind 

Anrad 

Arnol^wcilcr 

Asbach 

Auenheim 

Baasen 

Bachern 

Balkhansen 

Bardenberg 

Bannen 

Barmen 

Bäisw^ifer 

fiecfaetii 

Beck 



Nameü 
der Pfarrer. 



H 



Jac. J. Corneli ' ' -1 

Fr. Gerb. J. Schleig 

Leon. AI. Jos. Neueren 

Joh. Th. Mürckens - 

Joh.'Barth. Lingeos. 

Joh. Jos. Wisdorff 

Lamb. ßteph. Vonderbanl^ 

Joh. Jos. Hub. Bouben 

Joh. Theod;Efter 

J. L. Laehr 

Joh. Adam Hensetl . 

Joh. J. jKruyder 

Joh, L. ; Xav. Gentis 

Nie. Crendoel 

Joh. Henr. ßallmlnim • 

Math. Wern. Feucht 

He«r. Ant. Oeppen 

Math. los. Schmits ' 

Joh. Wm. Berrekes 

Christ. Höhr ; 

fiub. Buschmann 

Pet Leu ': 

Joh. Pet. Speenes -' ^ 

Wm. lllein 

Jac. A^L Witts 

Chr. Dahl 

Carl Gloden 

Joh. Schult 

Leon. Ant. Joccken 

Joh. Ai*n. Juncker 

Aler. QeUermanit 

Joh« Godf. Glaessea 

Joh. J^s. Malttii^ ^ 

Casp. Craemer 

Jolu Wm. Janse»-: . . : 

Digitized by CjOOQIC 



CanUm 
oder Dei^iiKit. : 



tadt Aacliea 



Aachen 






beinbacb^ :9N S^ct: 
kjgbarg 
buisberf; . 
^rzogeoratli 

L Vith 

essenidba - ^. • 

jp*zogettriBkdi' 

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Nargheim 
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lenkirokett-^ 

Lclenz^r* »^ / 



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( 53 ) 

Rcgierungs- 
BezirlL 



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Aachen i ^ 

Ktäa / : 

Düssddorf 

Aacbeaj 

Köln- : i 
Aach^lt: . 

Oüs3^k|brf 

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Kölii < 

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EHUi€l4orf 
Aaqheii 

Aacheik 



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|««|]j^rathlich^ t. 



StadtkreisÄaciie^ 






iRIieii^l^aeh»: 



HeinsJlög^ . .^ h. 
LanäkreiftJM^^tt! 
Jülidvodadhl/ I » 

Gemi^fcnafAj;), 
Bonn. «ladilfi ja- 
Grevenbjflldif u^ 
Aachenl^. ji: . , 
Jülich, h - i^ L 
WipgMJifcpV 

SLTith. . ;,; 

Crefcld,, . ., 
Meuwiea*. 



Gemünd^^ ,; :, 
Köln.';?^. •■\/^-'\ii 
Bei^gh^ltt# . t" ^ ,7,!? 
Aa^ti|^ : : 

£lber£el4» . <^ . - 
Jülichr \'' ' 

Geilenlui^Hien^ 
Wjpper£u^hi : t 

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( 54 ,) 



Fer- 



63 

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V9 

70 



Uodöerg 

Bödingeu 

Bonderäth 

Bonn z. h. Miartij:^ 

„ Dletkirchen^ ■'. 

,9 z. h..Reinigius 
Borbech^ '- ' '^ 
Borr - 
Borschemiclr 



Namen 
der Pfarrer. 

Job. AnU Aretz ^ 

Fr. Bert. Oeppen 

Job. Wels 

Job. Ferd. Heubes 

Aloys Olzem 

Job. Johans 

Aeg. Hub Lauterbacb 

Micb. Maurus Effery 

Nie. Sleiveii 

Pet. Henr. Ilabn 

Henr. BoUig 

Adam Wirtz | 

Job. Jac. Becber 

Tbeod, Terlünen 

Ant. Jos. f loscul. Binteriii 

Job- Jac. Lentzen 

Job. Leon. Haminacker 

Engelb. Scbmitz ' 

Fr. Jos. Roderburg 

Tbeod. Köppcben . \ 

Job. Jac. Gau ' 

Wllb. Keutmann 

Job. Maib. Göbels 

Malb. Mostard 

Job. Scbmitz 

Job. Pet. Panzer ^ 

Herrn. Jos. Scbixiil£ 

Gabriel Stock I 

Job. Ad. Vest ! 

Job. Jac. Iven ' 

Jac. Brewer 

Ant. Goerres 

Gadef. Sebwane ^ 

Job. Bodden ' 

Simon Schmitz 



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( 55 ) 



l. .,. ... 
Cantop 


Rcgierunjs- 


Landräthlicher 


oder Decfti^at 


Bezirk. 


Kreis. 


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Grevenbroich. 


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CaSter j Wilh. Aiit Wolffs 

Cocheiilieina [Chr. Jos. Thelcu 

Commern jWm. ScUman5 

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i Sj / 



BrT^'^'m^-f^-'-^fYirhtwii^-ri 




Landräthlicherj; •■- 



Cantcm 
oder Bökjröal.' 



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Köln 



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Köln 

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Jülich. 

Bergheim. 

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Geilenkirchen. 

Aachen. 

Heinsberg. 

Köln. 

Heinsberg. 

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Aachen. 

Jülich. ^ 

LinüP^^^^ilii .i. 

Köln. l'Y*" 

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Bergheim. ^\^'^ 
Malmeflj^ '*•»♦- 
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Opladen. 

Aachen. 

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Düren. 
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Bergheim. 
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Düsseldorf. 
Gemünd. 

Grevenbroich. 
Bergheim. 
Rheinbach. 
Lechenich. 



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( 58 > 



o6 



Namen 
der Pfarren. 



Contzen 

Cornelimünster 

Cörrenzig ^ 

Corscheubroich 

Goslar 

Crefeld 

Creuzweingartcn 

Cronenberg 

Cronenburg 

Gürten 

Dahlea 

Dalhem 

Datteiifeid} If 

Dedenborit • 'i^l 

Denklingen et^ 

D«isöAdoi>fjbf--^ 

Derichswöifer 

Deutz 

Dhorn 

Dirmerzhcim 

Pislernicli 

Dollendorf 

Dormagen 

Dottei 

Doveren 

Dreiborn 

Dremmen 

Drove 

Dünwald 

Dürboslar 

Düren 

Dürler 

Dürscheid 

Dunvifs 

Dussel 



NameA > 
der Pfan-en..; 



H» Jos. SchiefFer 

Fr. Ant. (iöbbels 

Carl Jos. Freund 

Nie. Kniprath 

Joh. Ev. P. Cremer ' 

FacaL 

Hub. Vogt 

Job. Hellen, Missionar 

Corn. Alberty 

Henr. Jos. Zingsheim 

Ant. Piltz 

AI. Jos. Delsance 

Carl Buch holz 

Joh. Jos» Thclen 

Vhcat 
Ferd Krähe 
Godff. Kops • 

Michael Schmitz , 
JVIart. Jos. Schiffers 
Joh. Theod. Ranarath 
Laur. Rey 
Joh. Pet. Nicolai 
Henr. J. Kessel 
Wm. Kurth 
Arn. Jos. Lovcrix 
Franz Mich. Nolden 
Wem. Rein. Melier 
Fr. Adolph Rausck 
Jac. Herkenrath 
Math. Ant. Lorby 
Joh. Pet JVlüllei- 
Joh. Bapt. Laplume 
.Tob. Georg Orbacli 
Fr. Josi Langendorf 
Chr. INIaur. Esser 



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( 59 ) 




Canlon 


Regierungs- 


LandrätliUcliei^ 


oder Dekiitat. ^ 


Bezirk. 


Kreis. • 


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Aachen 


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Crefeld. ^ 


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( 6o ) 



Namen 
der Pfarren. 



öüsseldorf, z. k. 

Laml^ert 
,^ z. h. Maximilian 
Echtz 

Eckenhagen 
Sderen 
Sfielsbferg 
Efferen 
Eicks 

Eicherscheid 
Eilendorf 
Eitorf 
Elberfeld 
Elffgen 
nien 
aier 
Eloipt 
ilsdor£ 
i^lsen 
ilsenborn 
i^mbken 
indenich 
Lngelskirclien 
Lnsen 
Enzen 
iyjo -Erkelenx 
Erkrath 
Erp 
Erpel 
Ersdorf 
Esch 
Esch 

Esch, Unter-Gries- 
berg 

173 Eschweilcr 

174 Eschweiler 



Namen 
der Pfarrer. 



166 

I 

I 

169 

170 

171 

172 



Joh. WilJi. HeinzeH 

Ildepli. C^sp. Schmitt 

Adolph Linges 

Vacät 

Joh. H. Chr. Alerlz 

Fr. Jos. Reek 

Crerh. tjoven 

Joh. Adolph Brewer 

Joh. Moi^chel 

Joh. Win. NuIsbauAi 

Jacob Deller 

Fiane. Oberke 

Herrn. J6s. Syben 

J^ H. J. ^Blankart 

Christ. INeuhaus 

Jöh. Sev. Kay er 

Ant. Becker 

Pet. Jos. , Dautzenbei^ 

Joh. Wilh. Jiiffern 

Joh. TheL Bütten 

Leon. Byn 

Joh. Dahl 

Math. Balth. Hameqher 

Frariz^ Fi*omm 

Joh. Berit. Court 

Joh. Wilh. Curten 

Steph. Hllgers 

Joh Wilh. .Greif 

Wilh. H. Rheindorff 

Jolji. ^rn. Scheben 

Joh. Jos. Webers 

Theod. Laurenz 
Ant. Ackermann 
Fried. Monsieur 



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< 6J ) 




Cantoa 


Regierungs- 


Lancbäthlicher 


o<ler DeLiMiiat 


Bezirh. 


Kröis. 


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Mülheim.. 


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( 64 ) 



Namen 
der Pfarrcu. 



210! Gey 

211 Geyeii 

212 Gierath 
2i3.Giesenkircheii 

4 Gillratli 
5|Gimboi*u 
2 16 Gladbach 
21^71 Gladbach 

Gladbach 

Glehn 

Glehn 

Glessen 

Gleuel :'' ; ' ' 

Glirabacfi ' ''; • f 

Godesberg;^ -' j 

Gohr \, » 

Golsheim 

Gräfrath 

Greffralli 

Gressenich 

Grevenbroich 

Grimmlinghaus^ 

GrofsbuUesheii^. 

Grofshau 

Gruiten 

Gurzenich • 

Güslen 

Güstörf 

Gymnich 

Haaren 

Hackenbrolch 

Hatin 

Halschlag 

Hambach . 

Hamm et Steine» 

Happerscliluf^s 



.; Namen 
* der PTarrer. 



Joh. Lanfeb. Breuer 

Seb. Sdimilz 

Job. Godfr. Offerjonans 1 

Job. H. Godfr, Reinaitz j 

Theod. tüwis 

Pet. Wni. Abstos 1 

Job. Krejn 

Pet Leoii. Garz . \ 

Biscbof ■ 

Job. En& Grouven | 

Theod. Edm. Kremers 

Math. B^rg 

Fried. Rßdecker ' 

Conr. 0|dtmann 

Wm Baltb. Scbmill ^ 

Job. Heiir. Viehof 

Job. Mat:b. Hoch 

Job. Midh. Körner 

Larab. Aldenhoff 

Richard Hahn 

Pel. Jos Statthaltei^ 

Wilh. Hambactt 

Job. Ad. Scbumaclj,er 

Baltb. Berninger 

Casp. Bonrath 

Job. Wojters 

Fr. And«, de Give 

Job. Andr. Stelkens- 

Pet. Krubp 

Job. Jos. Lamb. Fr^nck 

Job. W. Jos. Herma|)S 

Math. Jq^. Finkea 

Mich. G|ngeler 

Jph. Hppamerich 

Job. XTdaJr. Ki*ing$ 

Adolph S^urni ^ 



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( 57 ) 



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Regierungs- 


Laudräthlicher 


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Bezirk. 


Kreis. 


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Gummersbach. 




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der Pfarr^.- 



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»s. Heinen 

h. Lei*sch 

Ligelk^nip 

Goerdens 
H. Cüpp^er 

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Jos. Ziminenoi 
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1. Abstos 
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3üpont 1 

ij. Leuffen 
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rib. Hoch ^ 

i. Keckevtx 



iÄSiJHohkeppel iFiicd. \Vm. Schmal ? 

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Canton 


Regierungs- 


Lin4rälhlichct 


oder Dekanat. 


Bezirk. 


Kreis. 


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Namen 
der Pfarren. 



Hoisten 

Hollerath 

Holpe 

Holzheim 

Holzheim 

Holzweiler 

Homberg 

Honten 

Hönmgen 

Honnef 

Horbach 

HübbeliJSÜlb.; :; 

Hücli(9lhoMf^'^ri| 

Hüchdböfifeil' i| 

Hückeaw|gieii ^ | 

Hürtgen ;. • .^[{ 

Hürth .,W 

Huverath ^ 

Imgenbroich 

Imraendorf 

Immendorf 

Immenkeppel 

Irameratli 

Indrn 

Ipplendorf 

Ittenbach 

Itter 

Jüchen 

Jülich 

Junkersdorf 

Kaarst 

Kaiscfrswerth' 

Kalterherberg 

Karken 

Keldenich 

Keldenich 



Kamen 
der Pfarren.' 



Joh. Henr. Kupper ? 

Joh. Henr. Hynea 

Vacat, 

Joh. Dam. Jos. Veldcr 

Andr. Aug. Mevissen 

Joh. Peter Freybeulör 

Maur Hombui^ 

Joh. Jos Pia um 

Joh. Fried. Leuffer '\ 

Herrn, Jac. Strunck 

Joh Kerren 

Herrn. Elzear. Esser , hk 

Joh. Wm. Jos. Pastors 

W. Schnorrenberg 

Damian. Wübbels, IVlissifl 

Joh. Schwan 

Joh. Jac. Kalkum 

Joh. Schuhmacher 

Joh. Hilf. Hartzheim 

Joh. Ad. Hub. Zilckea 

Chr. Ingenwarth 

Jos. Hutmachers 

Thcod. Panzer i 

Wilh. Hassel 

Math. Krautwig 

Henr. Neukircten 

Joh. Pct Hofstadt . 

H* Jos. Kaumans 

Casp. Reger i 

Pet. Jos. Geyr 

Thom. Pet. RolshoTcn 

Joh. Syberz 

Joh. Wm. Schlömer 

Joh. Andr. Katz 

Joh. Aug. Kneipea 

Joh. Ant Müller 

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Grevonbroich 

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Düren.H'iL^i^i^^ 

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Mohtjoie. 

Geilenkirchen. 

Köln. ^ 

Mülheim^ 

Erkeleiöz. 

Jülich. 

Rhcinbacfa. 

Sieg. 

Düsseldorf. 

Grevenbix>ichi 

Jülich. 

Kölö. 

Neufs. 

Düsseldorf. 

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Heinsberg. 

Gemünd. 

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1. h. Cunibert 
^lar. Himmelf. 
u h. Martin 
. h. Golumba 
;. d.h. Aposteln 
. h. Gereon 
. h. Maria in 
T Kupfergasse 
;• h. Ursula 
. h. Maria im 
apitol 
. h. Älbaik 
. h. Joh. Bapt. 
Lyskircheh 
z. h. Severin 



Kameä 
der Pfonrer. 



Joh. Laur. Schnitsler 

Pet. Phill Jacobi 

Job. Heyd 

Fr. Xav. , Lohe 

Fr. Xav. Dechene 

Joh. Sim. Maafs 

Pet Berens 

Joh, Bein. Jos. Lanmea 

Joh. Am, Lerch 

Joh. Pet. Hungs . 

Fr. Wm, Fleuster 

Eng. And. Krupp 

Joh. Th. Heynemann 

Job. Lamb. nermans 

Joh. Jac. Heinen 

Jos. Mahlberg 

Jos. Adolph Obry 

Fr. Mich. Sticker 

Ferd. Gordier 

Theod. Mertens • 

Joh. Henr. Filx 

Wem. Hom 

Fr. Wermerskirchca 

Alb. Ger. Schwartz 

Job.^'Fr. Frangenheim 

Joh. Jos. £rom. Geistnum 

Mich» Jas. AldenkircheB 

Job. Godfr. Dittges 
Gerb. Gvm. Focheia 

Joh. Wm. Schmitz 
Math. Wm. Kerp 
Joh. Hub. SchüUer 
Ant Jos. Becker 
Job. Hub. Neevea 



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der Pfarrer. 



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IS Joh! Ani LützeiikircHen 
Joh. Ani Jos. Scheiffg^ 
GerV. Leonard 
Joh. Kt. Feith 
Chr. JoSfl Bonn^ 
P. Hub. Clermftnt 
Aeg. Knein 
Edra. T^ynen 
Math. K^umans 
Jos.' Herbrand 
Henr. Werner 
jQh. Laür. Aeg. M ertefi^ 
Pacat ''^^'^^frA 

Joh. Jac; Jos. "Rre^^hm 
Godtr. Behrens / ' 

Joh. Chr Jansen 1"^ ^ 
Joh. Fr.' Jos. Boesietlrf'»^ 

Joh.,Ki<jl ^:*:^^f3 

Pet. Jöä^ Richards -'^^i^i^*! 
Hub.' ti^ep ^ 

Pet *J6s] Dulje ^ ömI 

Philij^p ;l\ink rf^./w« 

Paul CHr. Ant 

Werfe; Krewel 

Henr. Chr. Schlössei^^ 

Franz Felix Holtz y^^*^ 

Joh. <(jeorg Roggendo 

Jac. Jos, Deremou^lrt 

Carl AmcI. Vrede/'»**« 

Caspar Carbuch ^1 

Aiii."Lbher 

Joh. ThI Keller ^ >a^«^ 

Joh. 'Wfihlers 'W" 

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Namen 


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Franz Pet. Schmitter 


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Franz Ad. Landwehr 


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Joh. Herib. Hoch 


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Joh. Chr. Gau 


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Joh. Franz Hund 


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Franz Wermerskirchen 


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Godfr. Ratth 


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Ant Dürnagel 
Joh. Mich. Küth 


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Joh. Wm. Stricker 


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Joh. Pet Hauis , 


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Andr. Meiler, Adminbtrsy 



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Cantoii 
oder D^anflt. 



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( 79 ) 

Regierungs- 
Bezirk. 



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Köln 

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St. Vith. 
Sieg. 

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Düren. 
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Mülheim., / 

Sieg. ^',^h; ^- 

Dülmen. 
Mülheim, 

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Düren. 

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Bergheiia. 
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Sieg. . 

Bergheim. • 
Lechenioh. 
Altenkirehen. 
Sieg. 
Düren. 
iMülbeim. 



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( 8o ) 



Namea 
der PfÄ#»er. 

Ludw. Schwaben I 

loh. Klinkenberg 1 

Christ. Pet Braun '^ 
Tob. Math. Dohlmanf -1 
[Juir. Wern. Bfser i 
[oh«-DaD. Hansen ■ ' 
?et. Hack 

?et. Jos. Coppelberg i 
lob. Pet. Deblois 
F'ranz Jos. Hutmacher 
Pet. -Am. Krebs 
\.€lam Hüttenes i 

Sicolaus Stecker I 

Päul Gfarist Baldsiefer 
Fob.-Wni. Efeer 
Fob. Mart Nix : i 

Fob. E^sen : 

Fob. Wm. Müller 
Fob. Bapt. Uellmanm 
Bub. Jos. Berresheim' 
Fob. Marc. Arnolds 
E^'ranz Hommelslieim 
iilg. Schopp 
ilenr. Jqs. ^efseni 
iihr. SeiT. Escbweilet* 
OS. .Weiler 
fob. Herrn. Egbers 
f©h. Ant Vinken 
Fob, Wersbeveti 
Fob. Heni:. Jos. Nicjutt 
Fob. Wm. Heusgen : 
Z^Fr. M. Göbbelfl 
Qaniel Hansen > ; 
Henr. /Meyer 
Folu Adiim Lysjstz.j »b 
^^t)27|neJiiugtiaiisea ..|lotb' Jo^Melcb. Scbwii 



yGoogfe 



( »* ) 



oder DelMQlf.'^ 



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enkircben 

Uta . 

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«ilenkirdben 
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heinbach, iteSect 
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Gladbach» . ;\ 
Mülheim, 
Grevenbroich*^ 
Geilenkirchen. 
Gemühd. 
fiheinbach» -• 
Wipperfürth,, 
Heinsb^]^«, , 
OpladeiQu ^ ^ 

Heinsberg«: 
lirefel(U j^., , \ 
St. Vjth.jj^.ij^r 
Mühlhefiö^^vc; 

BerglHWIfi^iTi' 
MüIheioBUi, ; 
Jülich. 
Gemünd. • 
Düren. . 
Köln. ^ 
Lechenich» 
Köln. 

Geilenkirehen. 
Bergheim« 
Lenncpi,. 
Eupen. i: .; ■ 
Rheinbach.... ; 
Geilenhir^liMt 
Düssddorfl; '^ 
Heinsbeff^« ^ 
DüsseldoiA ' 
St Vith. / 
Gemündj 
Esaen. 

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( 8a ) 



Namen 
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Namen ' 
der Pfotrei'. 



Peter Müller " 

Jac. Zanen 

Willi. Jansen 

Vacai, 

Henr. Leon. Dapper 

Alex, Geilgens 

Max. Jos. £n^. Raab 

Herrn, Jos. Linden 

Jacob Leven ' - 

x\nt. Fried. Quast 

Job. Pet. Wm. Wamw 

Math. Wm Mürkens 

Job. Henr. Banm. 

Tbeod. Förster 

Eustacb. Joly- 

Hub. Probst 

Marc. Vincenten 

Pbil. Niefsen 

Arn. Franzen 

Fried. Lamberti 

Mart. Scbröder 

Rein. LieCsem 

Job. Wnu WiUeb/WeW 

Job. Stabl 

Xob. Jos. Dortans 

Wem. Müller 

Job. Amad. Kottlander 

Job. Pet Thelen - - 

Hier. Dabner 

Henr. Clafsen . 

Job. Jos. Hauptmann 

Com. Weihgaris 

Vacat. 

Henr.' Libor Groetbnc« 

Nie. M. Iradabr • 

Wm.Bargbof 

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( 83 ) 



Cantcm 
oder Bekai 



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i Vith 

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iiegburg 

)denkirchei] 

iheinbadi^ 2te Sect. 

iiegbiirg 

Dormagea . 

Deatz. 

{lessenich 

liecUrkrüchten 

(urtscheid 

Uankenheim 

Halmedy 

Iriihi - 

leinsbei^ 
lankenheim 
[ontjoie 
^rmagea 



Feuls 
lontjoie 



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heinbach, iteSject 
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Aachei» 



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Düsseldorf 

Köln 

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iKqU^ . 



St. Vith, 

Opladen. 

Sieg. 

Gladbach. 

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Linz. . 

Köbi. 

Opladen» 

Bonn. . 

Erkelenz« 

Opladejsu^ 



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Montjoie,^ , 
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CÄntow 


Regierun|s- 


Lattd^äthlichcil , 


oder DdkaMt 


Bezirki 


Kreis. r 


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Harvard College 
Library 






FROM THE BEQUEST OF 

JOHN HARVEY TREAT 

OF LAWRENCE. MASS. 
CLASS OF 1862 



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Laudi-atliliclicr 
Kr^i:j. 



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VValdbroel. 
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Aachen. 

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Heinsberg. 

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Jülich. ""; 

Düren. 

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Bonn. 

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Maimedy. 
i^eclienieh. 

(Grevenbroich. 

Kohl. 

(uniünd. 

licinsberg. 

l>onn. 

Crefeld. 

Neuwied. 

Sieg. 

Wipperfürth. 

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( 89 ) 



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■ifili r ni II 
oder Dekanat 



( 89 ) 



Rcgierungs- 
Bezirk. 



Düsseldorf 

Köln 

Aachen 

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Waldbroel. 

Heinsberg, 

Aachen, 

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Bonn. 

Grevenbroich. 

Heinsbeing. 

Erkelenz. 

Heinsberg. 

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Julien. ' ; 

Düren. ,,. 

Aachen. 

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Bonn. 

Grevenbroich. 

Gemünd. 

Malmedy. 

Lechenich. 

(irevenbroich. 

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Heinsberg. 

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Crefeld. 

Neuwied. 

Wipperfürth. 



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90 ) 


67a 

676 

678 

68? 
682 
683 
684 
685 
686 


Namen 
der Pfarren. 


Namcii 
der Pfarrer. 


Wifsdorf 

Wissen 

Wissersheim 

Witterschlick 

Wittlaer 

Wollersheim 

Wollseifen 

Worringeu 

Wurm 

Würselen 

Xofiraix 

Zingsheim 

Zons. , - 

Zülpiffi V^ 

Zweifall :-'i 


Joh. Jos. Sufs - ^ 

Jos. Clera. Theod. Prini 

Pet Jos, Kuschenbach 

Math. Braun 

Jac. Waldhausea 

Joh. Pet. Pingea 

Math. Muller 

Math. Fr. Des?iijt 

Joh. Reisdorff 

Joh. Henr. Müllenjaj^ 

Quir. H. "Bragard 

Joh. W. Hoffmannt 

Wilh, Jos. Lohr ' 

Carl H. Jos. Flimi 

Er. Jos. Voifsem 









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(91 ) 



Contoii 



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oder DeX^nat 



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^ormagen 
KÜenkirclien 
brtsc^eid \ 
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jcmünd 
|onnageii 
[ülpich 
öDljoie 



Regierungi- 
BezirL 



Düsseldorf 

Coblen^ 

Aachen 

Köln 

Düsseldorf 

Aachen 

Düsseldorf 
Aachen 



Düssddorf 

Kcän 

Aachen 




S »laden., 
tenkirchen« 
Düren, 
fBoiin«, . 
Düsseldorf. , 
Düren. 
Gemünd. 
Köln. / ' 
GeilenkircheiL 
Aachen» 
Malmedy. 
Gemq^«^.. , 
Nenfe. j,,. 

Bchehis}^^^, 



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( 9^ ) 



IV. ErÄbischöfliche Verordnungen, 



FERDINANDüS AUGUSTUS, miseäjitionb w- 

VINA ETC. ArCHIE1»ISC0PUS CpLONIENSIS , L«- 
OA.TUS NATUS SANCTiE SeDIS APOSTOLICiB , Co- 

MES Spiegel in Desenberg et Cansteik, si- 

CR^ REGIME MaiESTATIS GoNSILIAR^IUS ACTUAUS 
INTIMUS , SUPREMO REGNI SENATUI ADSCIlIPTri 
ET ORDINIS AqVlLM RUBRiE PRIMiE CLASSIS EQUES^ 

Decanis , ruralihus , Parocliis , primariis et suc" 
cursalihus , Sacellanis , Ficariis , Clero üni- 
verso Archidioecesis Colohiensis salutem! 

Ex liter.ü^ ^^cyiclifis , quas plurimum Reverendi Domim 
yicarii generalis et hvostolici Archidioecesis Coloniensis ui 
dexteram ei^JJ^cekiir^'^quisgranensis ad lastmm Rheni ri- 
pam f^o^s ^.-xfceAs^nAAcafttae nomine Nostro po^testiom 
£cclesim^iri^trQpoU\(^nf^.Jiie vigesima q^iarta mensis Mar- 
tii nuperrime elapsi deaerunt , prov^isionem jam diu vidwk' 
tie Eceli*6ia'rtiiiif'9p&Umnee Coloniensis in persona Nostro 
factam madt^^.ßdfi^ ^*"- 

Nondum omnibus negotiis compositis et his impediti, 
jirchidioeceseos administrationem utrique f^icario eeneraU 
pro parte hucusque ipsi concredita usaue ad aSv^entum 
JYostrum Nostro nomine continiiandam aemandavimus. 

Nunc uero Metropolim Nostram ingressi Archidioect' 
seos Nostras administrationem a Nobis suscipiendam esse 
et gerendam duximus et per prossentes a Noiis hoäie mS' 
eeptam esse declaramus. Hinc a die , qua vobis praßsentes 
innotuerint , in omni negotio ecclesiastico et spiritumlem 
parochiarum administrationem concernente ad Nosmetipsos 
referendum erit, 

Litercs ad Nos dirig^ndne inscribantur vel Lingua latinä 
vel vernacula : ^^Reverendissimo , Celsissimo et £xcellentif 
„simo Domino Archiepiscopo Ferdinando Augusto Comid 
y,Spiegel in Desenberg etc. etc. Cplonice." 

Dabamus Colonice , die vigesima Maji ißiS, 

^ FERDINANDÜS AUGUSTUS SPIEGEL 

COMES DE DESENBERG, 
Elegtvs CoLOHIEXaiS* 



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( 93 ) 



.-•■■■ a. - 

FERDINANDUS AUüUStüS, etc. 

jp^eams ruralihus , . Parochis , Ecclesiarum Rec^" 
' toribus et unwcrso Archidioeceseos Colonien- 
sis Clero salutem in Domino ! 

Archiepücopalis Nostri muneris ratio exigit, ut sUhdi" 
torum spirituali potissimum saluti iiivigUemus et omni, /juo 
passumus , modo prospicere intendamus. Nos itaque Pra-:^ 
decessorum Nostrorum tarn vestigiis quam decretis inhce-^ 
tehdo ^ sacris canonibus ita permittentibus , in -partem 
Moüicitudinis Nostrae yicarium in spiritualibus Generalem 
4issumere et constituere decreuimus , quemndmodum modo 
äiß yigesima hu Jus mensis Maji asj^mi^f^n^^^^et^ ponstitui^ 
mas jplurimum Reverendum VomMum- fJoJiVXsin.vIfüsGEy , 
per visinti et ultra annos Parot1itM^^iyiir''ii6\>\itk Con^\ 
sUmrium Regium consistorialem , i\m^^6^lft4iiafiy^oUra^ 
Metropolitanae Decanum , quem vohi^ fi^&^taft^es et re-' 
nuntiimtes yolumus , ut ipsi qua P'icario' Nostro in spiri-n^ 
tuaUbus Generali obedientiam debitam et re\^rentiam praes^: 
tetis , et Omnibus^ quae ipse in officio f^icariatus genera- 
Ug gestjsrit et litteris, quas nomine et jussu Nos{ro signa-, 
%^ev$t , fidem habeatis, , *> 

'J)abamui Coloniae , dte ißta Maji i8!i5, 

FERDINANDUS AüGUSTüS SPIEGEL 
COMES DE DESENBERG, 

ArCBIEPISCOPU^ CoLOKlKKSIf. 



,y Google 



( 94 ) 
H i r t e II b r i e f. 



Wir Ferdinand August, durcli Gottes Er^' 
Barmung und die Gnade des heiligen Apostoli- 
schen Stuhles 9 Erzbischof Ton Köm.> desselben 
Apostolischen Stuhles gebomer Legat, Gtaf 
Spiegel zum Desennerg undCanst^in, 
Königlicher Wirklicher Geheimer Rath , Miteltedk 
des ooersten Staatsrathes^ Ritter des Rothen Aoler«« 
Ordens erster Klasse, 

entbieten den ehrwurdieen , Um in Qinsto ge^ebtei 

Probste, Dechant und Kapitel Unserer Metropelitaji* 

Kirchs , dem Probste lind kapitel der Kollegiat-Kirchc 

KU Aachen ^ , df n .i^nddechanten , Pfarrern und ubrigoi 

•owol^ ^dir «If ' prdens^eistliehen der Stadt und Uli*, 

sere« l]^[i^ti|le9 eMfjges Heil in dem Herrn. 

Jesnt^Cbristi^^tixxser Herr , da Er die durch ihn enriU- 

ten Jünger Jn die ^nze Welt hinaussendete, aUen Kiah* 

turen d^ E^angelnuii ^su verkünden , «ahe es tot. wie 

viele Und . mächti^e/Hindernisse sich dem in den fiienea 

der Menschen zu gründeudeu Reidie Gottes entgegeastelleB' 

wärden ; und um jene Schwäche zu heben , od& jene Bot» 

artigkeit au besiegen , welche aus der Begierde des #&^ 

sches oder der Jfojfart des Lebens entstehen, a) -^ ^ah 

£r den Aposteln den heiligen Geist, dutch dessen Kiftft 

beseelt, ^ie aller Orten den «ekreuzigten Heiland^ YÜanttcfe 

Gottes Macht und Gottes Weisheit verkändlgen foUUsi. 

Ifachdem nun diese Verkündigung durch ^e wirLeade 

Kraft des heiligen Geistes auf eine , Staunen ervegende» 

"Wundervolle Art in sehr kurzer Zeit l>einalie die ]gtex8 

Welt Ton der Verehrung der Götzenbilder zum Dienste d» 

vatai'en Gottes bekehrt , und alle gläiib||( in den Schock* 

der Kirche versamJhelt natte , war es aUzett und ist es mockr 

immer die Pflicht der Vorsteher der Kirche, welche in na-*' 

unterbrochener Reihefolge in das Amt der Apostel ekiti««*' 

ten^ dieses göttliche Werk dnrdi Mittheilnng des Wertes 

und durch Ausspendung der Geheimnisse Gottes ganr «a4^ 

rein zu erhalten , und so den Nathkommen za überliefern. ^ 

Aus diesem Grunde war auch immer und ist noch iott^ 

während die Sendung der Arbeiter in den W^berf des' 

Herrn den Vorstehern der Kirche , welche du^fch die^öttU-^ 

a) L Job. tt 16. j 

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( 95 ) 

cihe G)i|ule-zti^.yers7altong.der Diöcesea und zur, Heiligung 
ier, ihrer ]«eitung anvertrauten Seelen berufen werden, 
lie yomelimste Sor&e , indem es ihnen obliegt , das fVort 
Gottes zätfersichtlicnen Menschen anzuwertrauen, die fähig 
tind , ' - - • • * ' Es sollen nämlich jeder 

lÜrch« Et werden y welche de^i 

j^ler den Schafstail treu be> 

iraoie: ie ein brüllender Löwe 

nnihei verschlinge, die Heerdc 

iicht nmbriuge, deten Blut 

ner H ten Schuld - zu Grunde 

gehen ird. c) 

. ß t der Bischöfe , für das 

weil d le Vorsorge ihrer Obhut 

^nvert und für dieselben nach 

^em B essen Bild sie auf dieser 

&de c i selbst zu dem Ende zu 

^^i die Kirche Gottes durch 

Je cl ;rrlichpr; und in jenem 

FTied< a unser Herr Jesus Ohri- 

^us h eser Welt,, seinen Jün- 

gern ] Reichen die Welt nicht 

Kennt, auch nicht empfangen kaniii^^ diäil* ^eWher allen 
nensdilichen Verstand und Begriff ül%ntet9t.Jlah«r haben 
^ch die heiligsten Bischöfe immerfart A/Mii gisicdbt, dafs 
wirch Vertilgung der Herrschaft des Laste^. d^ Reich der 
Jimmel ,. welches hier im Glauben lfegiaiib,idort aber ia 
der unmittelbaren Anschauung vollendet wird, wo Gott, 
*U die Quelle alles seligen Lebens , sich selbst seinen Aus- 



ewrählten darsibt, immer mehr Ausbrcitune sewinne. 
-^ Da Wir diesem so erhabenen und göttlimen Amt 
nug&'zu leisten trachten, werden Wir Uns befleifsen, durch 



Sf^^e ^H^erke Unseren Beruf und Unsere Erwählung zic 
nchern, d) 

Aher so sehr. Wir auch darauf vertrauen, dafs Wir. zur 
S^iwng der Erzdiocese von Köln durch die Gnade Gotte« 
hejwien worden sind, so gestehen Wir doch aufrichtig, daf» 
^wae die stete Mithülfe von Euch , die Ihr zur Theilnahm« 
J'^er Hirtensorge berufen seyd , Wir allein nicht Alles 
^*^w|en vollbringen können ; auf Eure Willigkeit indessen 
▼fftrauemL legen Wir die Hand an das Werk und ergreifen 
4^ Hirtenstab. 

Damit uns dieser Trost bleibe , bitten Wir Euch alle 
Windigst, und beschwören Euch im Herrn, dafs Ihr Euclt 
^^r Amt angelegen seyu lasset, eiucedenk Eures heiligen. 
j^^s.und hinschauend auf den Urheber unseres Gtau-- 
^ff^^i^hd den FoUender — Jesum e), dessen piener Ihr 

, b) n. Timoth. IL 2. t) Ezech. XXXIII. 6. d) n. Tolr. 
I'3. e) Hebr. Xil, ^, 

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f. n. KoK V. 20. g) Joh! XVII. 12. h) Ps. cxxirvlv 

i) Bulla de Salut, k) /» diplom, ad Colonienscs i53ö. 

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< ^7 ) 

afntiXrtti; l)-clie Feinde sind zcr&treut, geschU^en, ^erifd^ 
und der Frietlc ist Deutsdilauds Gaucu wiedergegeben , afit 
Erzbischöflielie Stuhl wicderbergestcUt, und das Metro polt-^ 
taa-Kapitcl m da« alte EeiligtKuni,, in jenes ehrwürdig^- 
Peuliual der Vorzeit wiedereingesetzt. Für diese WobUbat 
jli(a^ der . heilige Vater selbst 'sich unserm erhabensten KÖr 
juge. danlü>fir erklärt , indem er öireutlich ausspjach : ^JDiti^ 
jepi yerlu,n^en habe der J tierdurchlauchtig sie König s^oit, 
Preufsen Sich überaus günstig erwiesen. Dessen geneigt 
J^n fiTiUen gegen die zahlreicJien seinem Zepter unterr 
.worfenen, . Katholiken er mit dankbarem 'Uerzei\ aner^ 
ienne* nj) ; 

Wenn aber Plus selbst diese Geneigtheit des Königs So 
danlbar fincckeuut, wie viel Dank sind dann nicht wir, auf 
die sie sich zunäch&t erstreckt. Seiner Majestät dem. kÖnie 
Friedrich Wilhelm zu ;(oUcu schuldig! Wie viel Dank sind 
vir nicht dem l?]ürsteu, der überdies das Kapitel selbst mit 
I^pwiglicher Freigcbigke ' " ' ' ■ * . . ^ . . 
mge schuldig, welcher 
imtfk den Zahn der Z 
Krieges zum Theil zu 
Sehatzkammer herzustel 
i|i Stande sind, den gel 
piailiae^ Wir mit den A 
Mfiitten und Danksa, 
jäniß j u) für Seine ui 
vjf'ol^ahrt und stet« B< 
ynx Yerpflichtet ,' nicht s 
hiiv^en, sondern auch 
dahiji arbeiten , dafs dii 
M» .etwa in den Gcmi 
Sewegungea endlich ga 
.Rei^^kciten in den l 
^^'der Keligion beseel 
M^ dafs der Gott des . 
ßfi wid Ehre gibt ; o) ^1 
f^^ixottesfurcht ganz ei 
Mdk: Fürchte Gott ut 
Wr mcht aufhören , d 
M/jf. sie unter thänig sr 
OKI 'ß:e Wisset IS wegen, . 
)^ßy,.die ihres Berufes _^, 

;V. IJm nun, uaclidem Wir dieses vorausgeschickt,, zu den 
ves^tUcheu Gegenständen des Uirteuaaues, nämlidi dcax 
j»pUesd^nst und der Seelsorjje überzugehen , haben Wix., 
gfdiebte IJrüder, die Ihr zuv TheilnaiiAuc an diesen OWie- 

i) Ps. CXXVf. m) Bulla' de salute. n) I. Timoth. IX i. %. 
•) I>Uu.JlI. 3;, pj Piov. XXIV. 21. c]) Köm. XUl. 5. Ö, 

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( 9» ) 

'C^Dh^ileh' b^ruifeii seyd, nicht nöilii^, Euch zu ermahneDv 
dafs Ihr bei Verridbtuim des Gottesdienstes , s(Mrgfältig aUei 
Yermeidet, was dessen EhrwürdigLeit beeinträchtigen IlÖdb- 
te; denn Ihr sehet ja selbst, dafs jene Eilfertigkeit, mit 
welcher die zur Erbauung des Volkes eingesetzten hciligeB 
Gebräuche zuweilen so ganz nachläfsig und oiechanisdi Ter* 
richtet werden , mehr zum Aergernifs als znr Erbauung ge- 
reicht. Damit aber die äufsere AndachtJ. womit Ihr aie 
Mysterien der Religion behandelt , das Volk wahrhaft u 
^bauen vermöge , mufs dieselbe aus innere^ Salbung ha- 
vorgehen. Es ist wohl zu bedenken , dafs das Wehe ausee- 
' »prochen ist über diejenigen, wielche Gottes Werk nachläfsig 
besorgen. Mit welcher Reinheit des Herzens , mit welchep 
innigen ßeligions-Gefühle müssen wir also jene erhabtnea 
Geheimnisse begehen , durch welche wir . zum Born der 
Gnaden hinzutretend , losgerissen vom Iraischea , und in 
Geiste zum Himmlischen emporgezogen, mit (jott uns Ter- 
einigen und das Pfand der künftigen Herrlichkeit seihst 
empiangen und auch dem Volke reichen! Denn das^ Heilige 
mufs heilig behandelt- werden, damit dasjenige, 'was in des 
Tpn Mens^enhaiid erbauten Tempeln äufserlich gefeiert 
wird, dem Valke^zu^i^ Zeichen und zum Sinnbild diene, mit 
W^MUier A(ndl)dbt;n^4 im Innern der Seele , die der nicht 
Von Meii««beah«a^<il gemachte Tempel des lebendigeii Gottes 
nnd der . WohiitflitiJ 4^s ;heiligeu Greistes ist, Gott verehren 
und anbeten m^ß^.;i Denn sehet, ifas ßeich Gottes itt in 
euch, r) und die,, ^welche' Gott anbeten , müssen Ihn im 
Oeiste und in der Wahrheit anbeten; s) 

Auch läfst sich nichts Erhabeneres hier auf Erden dci- 
ken , als jene Handlung des priesterlichen Amtes, wo durch 
der Geweihten Hände das Lamm, jenes Unbefleckte äufe^ 
opfert wird , welches , da es sich einmal für die Sünden der 
ganzen Welt selbst am Krcuzesholzc. geopfert hat, noch 
nicht aufhört , uns ' auf unsern Altären täglich die Früchte 
jenes blutigen Opfers zuzuwenden. Von nicht geringerem 
f Gewichte ist auch jenes Amt der Gottgeweihten , das vir 
Seelsorge nennen, vermöge dessen der Priester als Mensch, 
«i eichsam die Stelle des ewigen Hohenpriesters bekleiden^ 
(welcher allen Ihm ^n Gehorsam Ergebenen Ursache des ob- 
-vergänglichen Heiles geworden ist) Mitleid haben kann OBt 
den Irrenden und Fehlenden t), und dieselben auf den Weg 
der Wahrheit zurückzuführen vermag. — Beherzigt e5 ernst- 
lich ihr Seelsorger! welch eine grofse und erhabene Würde 
«8 ist, für das Heil derjenigen besorgt zu seyn, die durch 
Christi Verdienste besceligt werden sollen; deren ewigef 
Heil, nicht irdisches Wohl, eurer Sorgfalt und eurer Be» 
mühung anvertraut ist. 

Da derjenige, welcher Christi Geist hat , zu den ^m^ 

r) Lnk. XVII. ai. •) Job. t) Hebr. V. 

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( 99 ) 

men gehört n), solltet Ihr dann wohl mehr mit dem Geiste 
Ckristi vereinigt werden, als durch jene Erbarmuus'^nd'djte 
heilbringende Gnade , durch die er uns ernstlich anhält p 
dajs wir der Gottlosigkeit und den husten der Welt ent- 
sagen, und sittsam, gerecht und fromm in dieser JVelt iß" 
ben, narrend auf die Erfüllung der seligen Hoffnung und 
auf die Erscheinung des Herrn, v) Jedoch so eriiaben diö- 
se Würde , so Jgfahrvoll ihre Amtsverrichtung ist , um so 
vrel erölser muß Unsere Sorgfalt seyn, dafs wir würdige 
Kircfiendlener anordnen, die nicht nur Wissenschaft, Be- 
fcheidenheit und Klugheit besitzen , sondern denen vor al- 
lem, jene himmlische Salbung zu Theil wurde, ohne welche 
fs keinen sorglichen Seelen-Hirten geben kann; und wenn 
er fiuch alle Sprachen der Menschen und d^r Engel rede- 
te , so würde är doch nur ein tönendes Erz oder eins 
klingende Schelle seyn. w) 

Damit Wir Uns aber auch über das Einzelne , was auf 
die Seelsorge Bezug hat, in so weit ihr Bereich geht, aus- 
8prech<m und unsern Willen bekunden, so wollen wir mit 
den» Unterrichte der Jugend beginnen.. Auf diese jung« 
Weltbürger läfst sich mit gleichem Rechte anwenden, was 
iler JI. Cyprian von den Jungfrauen 6«iBt:' „Sie sind dift 
Blüthe des kirchlichen Vereins," welche^ «amit sie im.Fort- 

fanee der 'Zeit reichliche Früchte d«» GlÄütiöö^ und^er 
.iebe bringe, von den Seelen-Hirten geljj«gjt >wewl3Mi mbf«. 
^Dieses ist vorzüglich der auserlesene Theil dfer Heerde 
Christi," der Hirten Sorgfalt deswegen MlvertrAttt^ auf da£» 
sie in heiligem Stamme sich mehre. Worte der ewigväter- 
lichen Liebe sind zu den Kindern gesprochen : Lasset die 
^leinen zu mir kommen, und wehret es ihnen nicht; denn 
für solche ist das himmlische Reich, x) Warlich die Jugend 
fordert eine gröfsere Anstrengung , je weniger sie noch den 
Lastern der Welt , den Vorurtheilen und den Verirrungen 
des Zeitalters ergeben ist. Eure Pflicht ist es daher , ihr , 
untere Mitarbeiter ! die Sitten der Eltern und das häusliche 
Betragen dahin zu richten , dafs die Kinder in ihren Woh- 
nuneeli nichts antreffen , was ihrer Unschuld zum Anstofs 
gereichen kann. Eure Pflicht ist es, über die Schulen zu 
wachen, damit dasjenige, was dort vorgenommen wircL nicht 
der christlichen Lehre entgegen ist. Aber eure wichtigste 
Pflicht ist es, die Jugend in den christlichen Grundsätzen 
|o zu unterweisen, dals die Gesetze der Sittlichkeit und die 
Beweggründe recht zu handeln, dem Gedächtnisse immer 
vorsimii^eben, und den Herzeti der Kinder |o tief eingeprägt 
^leiben» dafs sich erwarten .läfst,. diese so Un^rrichtetea 
'von der ängebomen Unschäld und der Gn^de durch dit 
Xaufe entweder nie abweichen , oder w^na dieses ihnen gi$- 



. u) Rom. Vm. a v) Tit. IL ii. la. iX id. II|. 4, w) L 
Kor. i3. x) Maitk. XIX.. ., , . . . 

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( 100 ) 

ichehen i$l , sie "wiedei* durch den 5>inn iht Religioir , <1« 
ihiicii einmal beigebracht wwrde, zu einer bcsseril Lebelii- 
veise bald aufgeweckt zu sehen. 

Damit ihr aber indem Jugdid-Unterrichtc den WiuH 
sehen der Kirche geniisen möfiet, so sehen Wir uns bewo-» 
gen, Euch das , was der Trideptinische Kirchenratli hier- 
über bestimmte, -in*s Gedachtnifs zurückzurufen; er befiehlt 
nämlich: dafs alle Seelsorger an den Sontitagen und höctt* 
sten Festen das ihnen anx^ertraute f^olk nach dessen fä- 
fiigkeit mit heilsamen tf^orten erbauen, und es lehren ^ 
*was jedem^ zum Heile zu wissen nöthig ist, damit nicht 
^vahr werde : Die Kleinetf^aten um Brod , und- es^ w«r 
Keiner, der es ihnen brach j y) woraus Ihr selbst sehlicfsca 
lonnt : dafs es nicht ip <ler Willkühr liege , diese Unter- 
weisung der Jugend wm jeder leichten Ursache wege»*« 
.unterlassen, oder wai doch oft zu geschehen pfleÄt-, sie zw 
Zeit der Erndte oder der Weinlese zu unterbreche«, ock^ 

^schränken; wc^ier ^8 j[t* 
eht auch schnell zerg^i 
öedäditnisse entschwia» 
]dich die Tage bestimmt, 
(rar nach ihrer Empfang* 
Daher soll <ler Katechet 
jenes Wehe picht treife, 
ausspricht, welche ßi» 
?n, z) und defi Kleineu » 
rechen, oder nur HHgeba*- 
ichtung ffchört auch die 
t«8, weiche der TridÄtir 
stens an allen SoAn-. upil. 
Ldvents-Zeit aber , wenn 
T JVoche urenge ofAit* 

[ bemühen , .seine HfeH« 
, keiiteswegs ab^ m^f^ 
m Worten die Ta^iok 
»aster zu tadeln, die • vir* 
lie Art, die der hf^m^ 
liel zirr l^folgung W«^ 

spiel jeder Tugendd^^} 
s gewinn« dir Jchtui^^ 

„.« ..^ y, „.. ^^.^ «.„« 5, nde Lehre bcstehi.'«!^. 

nicht in hochtrabenden Worten, in -welchen- die jüa»»^ 
4jeistjichen zuwfeilen ihrer Rede Kraft setzen, wod*irīf 
miähr sich selbst als das göttliche Wort peisen, ww.ai^ 
der A|H>6tel tadelt, -da er «»gt: Indem Reiche Gottes kgmßl 



. y) Sess. V. de Ref. c; d. z) Jeretn. XXOL i. n) Sess. 
XXIV. de Ite£ c, 4. hbj L Tjlt IL 1 et 7., -^ - 

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(toi ) 

H'm'cht nnf Tf^orte , sondern auf wi'rlsnmfi ThätisikeU 
nn.tk) Hochgesuchtc Worte schmeicheln den Ohren» drin- 
gen aber nicht iu's Herz : auf solche Prediger passen die 
VVorte des H. Augustins: Es ist besser, dafs uns die Gelehr- 
Un'tddetn, als dafs uns die Zuhörer nicfit verstehen, dd) 

Wir g«fteii"tfim ziim Bufsamte über , worin clic Knnst 
Ülcr Künste , nämlich die Leitung der Seelen , das vörzüg-^ 
lichste Feld ihreir Wirksamkeit findet: zu jenem Bufsamte', 
welches das zweite Brett nach dem Schilfhrqche ist , das 
fleiijHiigen Heil bringt, die es mit zerknirschtem, Gott gc- 
fäUigen Herzen ergreifen. Daher sagt der Apostel Johan- 
nes, liidem er die Güte unseres Herrn prcifst: jff'enn wir 
mnser^ Sünden bekennen , so ist Er treu und gerecht se-^ 
nUg, um uns die Sünde zu verzeihen und uns von altem 
Bösen zu reinigen, ee) 

Damit wir nun aber die 
tig werben , setzte Christi 
fi&ir welches die heilige S; 
äiifsert: fVäre in allen h 
gegen Gott äo grofs , daf 
ue fVohlthat und Gnade 
mer bewahrten , so war 
Taufe verschiedenen Sakr 
den äberflässig; da aber , 
«0 gab er in der Fülle se 
gen , Welche sieh später < 
der Gewalt d^s Teufels w 
Leben, das Sakrament d 
JVohlthat des Todes Jes 

dit nach der Taufe gesünaigc naoen - - 
■ Da wir nun alle Sünder sind , ni 

Apostels Johannes , wo es heifst : Sagt 

Sünde sind , so betrügen wir uns sei 

'itt'ntdht in uns, gg) so eilet .die Eii 

ne-yMacht den Gefatteneu ztt Gute koi 

nen ihr die Sünden vergeben werdet 

sehen , und denen ihr sie behalten v 

jUkatten. hh) Erkennet hieraus die 

B^üfes 4 Ihr , die ihr in der Person i 

S<3>iri8S<» ausübet und als Richter ch 

vetvcfaliefst ; ihr seyd die Spender d 

AiMey zum Seel^heil Eurer Brüder bi 

Itttnden auf den rechten Weg znrücli 

teilen aufzurichten und den Zurückkel 

Onade en > öffnen. Schickt Euch hesu 

▼ertravien Schafen ein geneigtes Ohr 

kelmtiiisse nicht nur auf ihr Verlange 



.cc)'I. Kor. rV. 10. dd) Ps. i3Ö. ec) !. Sah t o. ff) 
Sesa. XIV. de-poen. caj), i. gg) I. 8 et 9. hh) Job. Xx. aJ: 

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t 10» ) 

|bnen Aodi au« eigenem Aniciebe eot^geii in ge)ieA*^M4 
ihre Seilen von Grund au» von dem Verderben der Si^oM 
J."^pilen. im Gecentheil , die nur gerufen , nur ohei^iai' 
lieb, mit Eile und Ungeduld die Beicbtenden anbören /le- 
gen , offenbar, an Ta^, wie wenig «ie ihre* Berufe« und ibref 
ijntes eingedenk wnd. Höret die Worte unsere« LcHrerä: 
JVenn^ Einer von euch hundert Schafe hat/und eines aer- 
^^l^^n verliert, wird er nicht die neun und neunzig, ülUm 

"ne zu suchen, bu ev'fs 
unser Heüand. selbst äpn 
iriterinn , um ilir iebfipr 
n ihr eine Quelle wfifHUn 
i auilU,k\.} Nach di«|m 
I also aus freiem Antrij^ 
ie Ankunft der BufgfeflAT 
damit ihr nicht dadturcb» 
oder denselben zu schü^ 
1 die Dürstenden desJ^ 
sage ich, hört ^n , om 
istus selbst weigerte 4^ 
tappte Weib anzuh2^r^\ 
if ihr mit den Wortea: 
ih* hin und sündige md»^ 
vekhe sich mit Gott i^et 
genheit gesehen vuj^« 
»rordnete die Qonst^njpf 
r ihr^en anvertrm.t^ ^ 
der Siinden ermahne», 
^bereit sey^y dieB^im 
n. mm) Wie «ehr f«hbll 
in»al 'h% jedem JE^oii^ m 
cmntag j|cb ein Vemn^ 
r Vergebung der SHimIII 
6e)ste der lUreh« 3^ 
) der ;Sakr4m<i»U IMPW 
hak im Befichtstnljle die 
nati%eferdert .darl^f&t((Mi^) 
iHMle;;ef einigt, m^Üm 
igen sie zu dem }^mmk 
^äadenUsehe w^rdiA^ 
das Pfand der \Jmmm 
er Hintieht 4«r Jf. 'Ob 
iurck^die MUrk^ 
^fa JUeiHJjge& 
^grifen e^nd* in < _ 
u^nde der Lieb§:^ vsk^ 
diück einstimmig 0ß9i9ß^ 



U) Mattb. XVIII. kkl J*h. XT^ p4. mJah. VPt »- 
mm) 1609. Tit, powt, 19, de.ßaw,Jr.®,4.; / ..... .. 

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( io3 ) 

%uiamrMhkö»iM^n , eitifedenk der großen Majestät , def 
mfserordentlichen Liebe untres Herrn Jesus Christus, der 
sein theures Leben tu unsrem Heüy der uns sein Fleisch 
zur Speise hingab, damit wir durch dessen Kraft gestärkt 
von dem fVese dieser mühseligen fFanderung tum himm^ 
lischen Vaterlande gelangen können, im) 

Diese heiligt Verrichtung wird cfer Priester viel feierli- 
ther machen, die diesem heiligsten Sakramente schuldige 
Verehrung wird der Seelenhirt wunderbar erhöhen, wenn er 
diese sehaaerlicfa' heilige Handlnng^ selbst mit Ehrerbicthung 
und Würde verrichtet, wenn er während derselben durch 
Frömmigkeit und SelbstergrilFenseyn denen, die zugegen sind, 
Ehrfnrcnt einflöfst , und so das Muster der Heerde gewor- 
den , selbst Von Hcn^ ^as thut , wozu er in seinen Ermah* 
mmgen andere auffordert j denn es gibt nichts, was andere 
fnehr zur Frömmigkeit und Gottes\fcrehrung antreibt, aU 
das Leben und Beispiel deren, welche sich dem güttlicAen 
Dienste gewidmet haben ; denn da man sie von den irdi" ■ 
sehen Dingen abgezogen , auf einen höhern Standpunkt ^ 
iirhobeji steht , so richten die übrigen ihre Blicke auf sie ^ 
wie in einen Spiegel, öo) ' i j* t 

WiV eiitu j^tzt zu dem Punkte , f^n WöcftCiti das cwi- 
kt Seektoheil sehr abhängt; zu dem Put^U,'iH'v^^i^em der 
böse Feind <tl^ Sehnen seiner Ränke 'fieftigyf' anxneht, um 
unsf fänsd^eh in's Verderben zu ^iW^eii .-^ und ,^' wenn er 



Mnnte,uns das Vertrauen auf die Barmherzi^iit Gottes 
?nn er nämlich siehtyddfshns^mis Lebens^ 



tu benehmen ; wenn < 



ende naht, np) Der Seelenhirtin diesen! Falle, wenn aucK 
lni1^«h ip der Nacht gerufen , zögere nicht herbeizueileli | 
denA es handelt sich um d^e Seele, die Christus mit seinem 
Blutfe gerettet hat ; er scy eifrig bestrebt, den letzten Wunsch 
flc^ifelfen zu erfüllen, ihr den geistliehen Rath zu ertheilen^ 
t(kd die letzten Sakramente beimTode zu reichen ; er ermahne 
*i^, ihre Hoffnung auf die Verdienste Christi zu setzen, des 
tich eanz hingegeben hat, um den Menschen ganz zu retten. 

Von dieser Pflichterfüllung halte kein anderes Geschäft^ 
ichjrecke keine Furcht vor dem Tode ihn ab ; denn darin 
ir kennen wir die. Liebe Gqttes ; wie er sein Leben für uns 
gelassen hat, S0 müssen auch wir es für unsre Brüder 
wä^en. qq) Es reicht nicht hin, den Kranken die letzten 
Stärkungen der Seele schnell gegeben zu haben; sondern 
der Seclenhirt soll dieselben aiifserdcm von Zeit zu Zeit in 
der Wgche besuchen , damit sie keiner Versuchung unter-, 
lieeen » tind bei herannahendem Tode ihnen im Kampfe bei- 
Äehen , und die ewige Pforte zut Glückseligkeit öffnen« 

Da Wir dieses nun über die einzelnen Verpflichtungen' 
der Seelsorger , nach der Norm de* Trident. Couciiiums ab- 



nn) Sess. XIIJ. de Euch. c. 8. oo) Scss. XXII. de Ref. c, 
ji. pp) Scss, XIV. extr, öttetione. qq) Job. IH. t6. 

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( io4 ) 

rehancjclt haben. ; so müssen Wir noch, was Unsres Amtes 
, Ist , tin eleu ganzen Klerus mitthcilcu. Es werden de mnack 
die Bischö/'e ihre Untergebene , welchen Mang sie inuner 
begleiten möaen , ermahnen, dofs sie im Umgange , in der 
Sprache und Goitesgelehrtheit dem f^otke ifo rangehen , 
eingedefik dessen , was da g&schrielcn steht : Ihr sollt hei- 
lig seyn y weil auch' ich Jieiiis bin; und nach dem Jus- 
Spruch des Apostels sollen sie Niemanden einen Anstqfs g^- 
beny damit nicht der Dienst derselben getadelt werde, son- 
dern sie sich in allen Dingen als Diener Gottes zeigen, rr) 

Ihr sehet, geliebte Brüuer, welches erhabeueu und wahr- 
haft gütlUchcu Berufes wir gewürdigt worden si|id. .Denn 
nicht zu cint:m zeitlichen Werke, spndern um das Jieick 
Gottes hier auf Erden zu werbreiten sind wir von Gott be- 
rufen. Könntet ihr wohl , um Euch aufzumuntern, diesen 
hohen Beruf' zu erfüllen, noch andrer Beweggründe .l>cdür- 
feu? Und welche wären diese Beweggründe? GewinusucLt? 
tihrbegicrde ? Streben nach einer hühcrn Stelle? ' Ach , das 
kann nicht seyn, geliebte Brüder ,* ohne dafs das, yas iJit 
aus solchen Beweggründen zum Sporn Eures Eifers eiiischlci- 
thcn lafst, Eucr^tie'^issen befleckt, und den Dienst Gottei 
entweder hoDMHtftvnod«!«. gänzlich vernichtet. O, weiinr ^r 
in "Wahrheit »(E«cu"»iÄirv Heiligung Andrer rüsten wollt, so 
seyd eimätüclu 4ie<liWÄt ;'■ vorher durch ^eij^ne HeiUguiacnung 
(d.h. d«feW deip WJfehteÄ Willen, iind rcme Bewegsrüi^e) 
Euren Btfruf/siclkör'ÄU;^ teilen. Sehet ,^ welcher Louu der 
Keinheit des Weweiis*harrl: Selie «iW,* die reuies i^erzeiu 
'sind, \feil sie Gott Achaiien werde n. ss] . \ . 

Glaubt uicht, dals diese "Ycrjieifsung blös 'ajuf-dea zu- 
künftigen Buhm , der in jenem Leben in uns enthüllt ."»er- 
den wird , Bezug habe ; sondern auch auf den hiesigen Zu- 
stand unserer Bähn'uud unseres Glaubens, ii^ weichem int 
sie jetzt noch im Rathsel eingehüllt erblicken ; denn je rci-, 
nern Herzens EinCr ist, desto fähiger wird er zur Erkennt- 
nifs Gottes, und folglich zur Verkündigung seines Reiches 
^eyn. Deshalb pflegten auch die heiligen Diener Gottes, 
die da fürchteten , sie möchten sich Gottes und des gött- 
lichen Wortes wie eines Liphtes bedienen, um irdische Gü- 
ter zu suchen, vor jedem Werke, welches sie zur Ehre 
Gottes begonnen, mit. sich selbst zu Rathe zu gehen : ob 
auch Gott allein ihnen für jeden Bewejjgrund hmrcichc. 

Könnte die Gröfse der Mühseligkeit , die mit Eurem 
Amte verkuiipft ist , Euch aböchrecken , oder wankend ma- 
chen ? Wahrlich , es wäre ungeziemend , wenn Hijr die Ar- 
beiten , die man für ein so wichtige^ Ziel zu ühernehmeii« 
hat, als eine Last verweigertet. Blicket zur|ick auf die ver- 
schiedeneu Stände der Menschen, und ihr werdet sehen,, 
dafs in allen denselben, von dem gciuduen Handwerker bis 



rr) Ad proocm. ad Se'ss. XIY.. de Reform, ss) Matth* V. 

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( ?o5 ) 

zn dem , der von eiper grofse if Dienerschaffc umgeben glänzt« 
die gröfsten Beschwerden , ja Gefahren und der Tod selbst 
Yerad^tip w^den,'w^|U) 01 «ic|k. vfia (WiUii Oewia^ ui^ fßf- 
teln Runn^ handelt ; und wif , ([ie wir qicht um eine t^er-^ 
welkUehe, sondern um eine unverwelklick^* Krone kam- 
pftn, Xl\ die wir zu dem Preise des himmlischen Bu/es 
itrebeit; ijir) wir aolltßU ^nn ?0f jin« wM§m Al*«iti der 
vir pQs.fur Gott und 4«« ewige linii d#r $|i«)eA SU »<iU»f 
ileten l)emfeu «ind, scbcu^i^ r 

. Wer p^ph'lrdi^phem $\fQht, .y^rtruut i^öf WPf figcnt» 
Kräfte ; ui^d i^t imgewifs mh4 ünpiUic]^ bt9Qi^g^ , eb a|eff 
bi8 s^ura yprgestf cUe|i Ziele ÄUfreirfi^p» Wir 4i|4 f^^rk i» 
dttm 4Um{ipht)Kcn Gol^ß, 4fr a»l gutf WN^t «|t.4tin er 



venn vir niir mit rceb^^m WDten HImI w^uHnir Aiud^unt uu- 



j^i} d»« Wf rV, »u 4( 
•igreifei} , ^^4 Uut \ 
die Uqndlan dtfii fj 
d^Aei^h (les Herrf\ 
in bald am Abende n 



Vorsatz, alle n^eitte Ui 
ch^^iottef am weib'n. ] 
f»^ Starke wiU ic^jUr 
^r das Vertirauen ^m 
lebete,' als dqrc}i Sure 
«trebu^seo uutprstUtzt^ 
fnein^s Käthes p4er mei 
gestattet ist. So koufie 
nuiigen nafh »fßsu Chri 
hoffe fi ^ dffj^^ 4er ^ der 
vnlenden werde auf di 
hitii zz) Bie Gi^^dk 4l 
mm. Amen. . . 

KölBy am la. Jutii i8a5. 

F|:?DXICAND AUQVr^T^ 



U) iLor. IX. a5. wn) Fha HL 14. yv) Phil. I. 6. ww) 
I-nc. IX. 6a. xx) Ps. LXXXUI. yyj Küm. XV. 5. zz) Phil. I. p, 

- (l4) 

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i »06 ) 

Verfügung, tetreffend die Form der Elngaboi in 
die Erzbiscböfliche Behörde. 

Zar Erleichterung det ^eVerwalitiiig der hiesijgen Bidcese 
betreffenden Geschälte ist es unumgänelich nöthip, dafs die 
Seitens der Pfarrer und sonsti^^en Grei^iiichen , wie audi der 
übrigen Kirchendiener , an die Erzbisdböfliche Behörde ge- 
richteten Eingaben in möglichst gleichförmiger und dem. em- 
gerichteten Geschäftsgange angemessener Art abgefasset seyen. 
In dieser Hinsicht werden folgende Begeln festeesetst: 
i) Jede Eingabe darf nur einen Uaupigegenstaira befas- 
sen. — SoHen daher mehrere verschiedenartige Gesen- 
stände zum Vortrag gebracht werden, so sind aiidi enes 
80 viele Eingaben zu fertigen. — Die Befolgung dieser Vor- 
schrift ist nothwendiges Erfordernifs zur Or£iua^ in den 
Geschäften überhaupt , und besonders in der Registratur, 
s) Müssen alle Vorstellungen und Berichte auf Ealbirten 
Bogen geschrieben und auf der linken leeren Seite 



a) der Ort und das Datum , 
h) - - - - - 



der kurze Inhalt der Eingabe , nnd 
cj wenn die Eingabe eine Berichterstattung auf eine dies- 
seitige Verfügung ist, diese letztere mit Anführung des 
Datums und der Kummer ^ bemerkt werden. 
d) Zur bessern Verständigung des ad a) a, b, c, Gesagten 
wird einFormular hier beigefiigtj Welches auch in Hin- 
sicht derGröfse desPapiers zurHichtschnur dienen soll« 
3) Wenn der Exligabe Anlagen beigefugt sind, so müssem 
diese in der Eingabe selbst angezogen, und die Zahl der 
Anlagestücke ebenfalls oben auf der linken Seite ange- 
geben werden. 
^) Wenn die Eingaben Cnltus- oder Pfarr-Angelegenhei- 
teu überhaupt , oder andere auf das Kirchen- , Schul* 
und Beueficialwesen Bezug habende Gegenstände betref- 
fen oder sonst Amts halber eingereicht werden , so müs- 
sen dieselben, wenn sie durch die Post eingeschickt wer- 
den , mit dem Pfarr- oder Kircheusiegel, — falls sie voa 
j den Pfarrern selbst eingesendet werden, — versiegelt, 
und an der Seite unter der Aufschrift: „Cultus- oder 
Kirche nsachen*^ beigesetzt werden. 
5) Sollte eine Urkunde, ein Budjet, ein Zeugnifs oder eia 
sonstiges Dokument eingereicht werden, so mu£s dassel- 
be mit einem Bcgleitungsschreiben versehen seyn^ 

Köln, den 17* Juli i8a5. 

Der Erzbischöfliche General-Vikar^ 

HÜSGEN. 

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( I07 ) 

Formular, in Foli«. 



f •• ■ ■ ■ • 




Der Pfarrer N. zu K, 
bittet etc. 




Angeftihrt J 




f Wird aber aur^iaeTerfugiiiif 
berichtjct , so heifst ^s :) 

Djfer P&rrer N. zu N. 
berichtet in Betreff 

(liier wird gans liorz die Stehe 
angegebiBii) 


■ -■ ^' .» r". . ■ 
.'vIÜ-V' SÜß i25^. 

;,/. xradoiiifogdg «5^ 
<;£b l>ui> iiO isb (j? 
i£HaI 9Sir/i Tdb (d 
**dߧai3 9i/> iinaw (» 

'jb Liijj 2nnjji:<T 


wf cUe YerfiiguDg dt cL ...• 





(Auf dieser Seite iHrd da«ii 
die Bittaduriit öder dec 
Begeht aasfef&lttt) 



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( löB ) 

RR, DD. PP. 
RtlätftM fuit , quod quidam Parochi et eedesiarum 
Rett9fۊ pte b^ptizandis prolibus illegitime natis- dupUeem 
juNum iu^tmftk postuUnt , et nisi haec antea soluta /uerit , 
bapi(utH Pttkient. Talern turpe lucrum redolentem praxin 
4i ditiitabileM abusum yninime tolerari posse , omnis dis- 
HpUhät pkritatem amans sentletl 

Htht ^rdinationem Reverendifisimi et SerenisHmi i^o/hf 
n( MjlJtfMttiAki Henrici p, 171. Arckiepiscopi Coloniensü, 
in t)ec9^etii iyhodalibus part, IL tit, IL /. /#^.. UUm t ifr- 
AHö (n^tvandmm esse duxi. Legitur locß eit*t 

^,Suh poena suspensionis ab officio et beneßcio 
^pait4rali , aliaque gra\fiori arbitraria , omnibiu 
^pdrochis praecipiinus, 
ins hüptdandus. idii- 
päUpif-ihUkM Uteri» 
ustentatione seseipon- 
,H ritüieht aUt äiffe- 

J^ w. ^w.. ..^ -/-»..^.y^.»»»., sacramentum haptisM^ 

*l HiitfitM emttsam denegari aut differri posse, Quamqbrem 
pit in DötHinb confido , quod imposterum Parochi et om- 
hti ittbiidf^Um Rectores, etiam ti fUfiumtiMtt ^i $OnpliK 
qktdmt ibltfi possit , baptismi sacramentum eo , quo .^edi, 
pai^atk dhimo conjerant, et in omni casu t^xae simpliä 
acquiescant. 

Datum Coloniae , 6, Augusti 1825. 

JrQhiepiscopalii Ficarius in Spiritualibus GtnereMt, 
HÜSGEN. 
Reverendis Dominis 
Pastoribus et ee- 
desiarum Recto- 
ribus Archidioe- 
eeseos Colonien" 
sis 

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( »09 ) 
6. 

i 

' - Es sind ans von vielen Seiten Anzeigen darüber zugekoni'* 
'nen, dafs die Herren Pfarrer die Feier der durch das zwi- 
schen Sr. Päbstlichen Heiligkeit und der damaligen franzö- 
sischen Landesregierung, abgeschlossene , auf der linken 
Bheinseite noch in Kraft bestehende Concordat abgesetzten 
Festtage dadurch zu befördern suchen, dafs sie an diesen 
Tagen einen feierlichem Gottesdienst als an gewöhnlichen 
"Werktagen halten, denselben auf eine spätere Zeit, ver- 
etzen und, dafs dieses geschehe , an den vorhergehenden 
Sonn - oder wirklichen Festtagen in der Kirche verkün- 
digen. 

Da abex die Erfahrung es fast allgemein bestätigt, dafs 
durch diese Anordnung der Herren Pfarrer die kirchliche 
Feier dieser f^ge nicht befördert, vielmehr jfast überall 




wähnten abgesetzten Feiertagen die heil. Messe zur gewöhn- 
lichen , f Gr Werktage bestimmten Stunde und mit Vermei- 
dung aller , jene Tage besonders auszeichnenden Feierlich- 
keit zu halten , - und sowohl durch ihr Beispiel , als durch 
ihren guten Rath nach Möglichkeit darauf zu wirken, dafs 
an diesen Tagen die arbeitende Klasse wie an den andera 
"Wochentagen aucl^ arbeite. 

Es ist hierauf um so strenger zu halten , als wirklich 
die Abfassung einer neuen Festordnung vorliegt, und von 
Seiner Päbstlichen Heiligkeit die Genehmigung derselbe« 
wird erbeten werden. 

XLöln , den i8. Sept. 1S25. 

Der Erzbischöflichc Gcncral-Viktr 

ȆSGEN. 



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